MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die rasante Entwicklung der globalen Medizintechnik für den Heimgebrauch verändert die Art und Weise, wie Patienten überwacht und behandelt werden. Durch den Einsatz intelligenter Geräte können Patienten mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes oder Herzproblemen effektiv überwacht werden, ohne das Risiko von Krankenhausinfektionen einzugehen.

Die Integration digitaler Technologien in die Gesundheitsversorgung ermöglicht es medizinischen Einrichtungen, Patienten kostengünstig aus der Ferne zu überwachen. Anstatt häufige Krankenhausbesuche zu erfordern, können Gesundheitsfachkräfte Gesundheitsdaten aus der Ferne überwachen und Patienten nur bei Bedarf einbestellen. Die zugrunde liegende Konnektivitätstechnologie dieser Geräte ist entscheidend und hat weitreichende Auswirkungen auf die Qualität der Versorgung.

Geräte haben mehrere Möglichkeiten zur Datenübertragung: Einige nutzen WLAN, andere verbinden sich über das Smartphone des Patienten per Bluetooth, während andere direkt mit Mobilfunknetzen verbunden sind. Jede dieser Methoden hat Vor- und Nachteile in Bezug auf Kosten, Zuverlässigkeit, Einfachheit oder andere Merkmale, die die Qualität des Produkts definieren.

Für Geräte, die über WLAN verbunden sind, ist der Patient dafür verantwortlich, sein Gerät mit seinem Heimnetzwerk zu verbinden. Dies kann für einige Patienten, insbesondere ältere Menschen oder solche mit gesundheitlichen Einschränkungen, schwierig sein. Bluetooth bietet einen einfacheren Verbindungsprozess, erfordert jedoch ein nahegelegenes Smartphone zur Datenübertragung. Eine Studie von Pew Research aus dem Jahr 2022 ergab, dass nur 61 % der Amerikaner über 65 Jahren ein Smartphone besitzen, was die Zugänglichkeit für Senioren erheblich einschränkt.

Mobilfunktechnologie nutzt bestehende öffentliche Infrastruktur und eliminiert die Notwendigkeit komplexer Konfigurationen oder Smartphone-Besitz. Sie bietet eine sofortige Konnektivität und unterstützt kontinuierliche Datenströme für die Fernüberwachung. Geräte mit Mobilfunkverbindung sind von Natur aus „sofort verbunden“ und erfordern keine Einrichtung durch den Benutzer. Diese Konfiguration ohne Berührung bedeutet, dass Patienten das Gerät sofort nach Erhalt verwenden können, ohne technisches Wissen oder Unterstützung zu benötigen.

Ein Kollege mit einem vermuteten Herzleiden erhielt ein mobiles EKG zur Überwachung seines Herzens und zur Übertragung der Messwerte an das medizinische Servicezentrum. Der Patient hatte jedoch Schwierigkeiten, das Gerät mit seinem Smartphone zu koppeln, und kritische Daten gingen verloren. Glücklicherweise war der Kollege in Ordnung, aber für Patienten mit einem medizinischen Problem können Konnektivitätsprobleme eine Frage von Leben und Tod sein.

Einige Unternehmen entwickeln Konnektivitätslösungen zur Unterstützung kritischer medizinischer Geräte. Ein Entwickler von medizinischen Geräten erkannte die Probleme, die Patienten mit Bluetooth für ihre Insulinmonitore und Standard-Autoinjektoren haben. Benutzerstudien zeigten erhebliche Herausforderungen bei nicht-mobilfunkbasierten Optionen auf: Sie sind auf zusätzliche Geräte wie Bluetooth-Gateways oder Smartphones angewiesen, um Daten zu übertragen. Diese Abhängigkeit kann die Bequemlichkeit und den Zugang einschränken.

Das Unternehmen entwickelte ein nachrüstbares Konnektivitätsmodul, das es den Geräten ermöglicht, über Mobilfunk zu verbinden. Die Mobilfunkverbindung bietet eine direkte, immer aktive Verbindung für diese medizinischen Geräte, was eine konsistentere und zuverlässigere Datenübertragung ohne Zwischenstationen ermöglicht. Diese Vorteile machen Mobilfunkverbindungen besonders vorteilhaft für kritische Gesundheitsüberwachungsanwendungen.

Verschiedene medizinische Bedingungen erfordern unterschiedliche Überwachungsniveaus. Ein Glukosemessgerät kann periodische Kontrollen durchführen und Daten täglich übertragen. Ein tragbares EKG-Monitor hingegen könnte eine ständige Konnektivität erfordern, um Echtzeitdaten an medizinisches Personal zu senden, das den Zustand kontinuierlich überwacht.

Selbst relativ geringfügige medizinische Bedingungen können von der einfachen, zuverlässigen Konnektivität profitieren, die die Mobilfunktechnologie bietet. Geräte wie intelligente Inhalatoren oder Fernsauerstoffsensoren profitieren von einer konsistenten Überwachung, bei der ein ununterbrochener Datenfluss über Mobilfunk möglicherweise wesentlicher ist.

Gesundheitsdaten sind anfällig für Bedrohungsakteure, die die gestohlenen Daten für gezielte Phishing-Angriffe, pharmazeutischen Betrug, Erpressung und andere böswillige Aktivitäten nutzen könnten. Der Schutz der medizinischen Informationen ist von größter Bedeutung. Wenn Daten vom Gerät zur Verarbeitungseinheit in der Cloud reisen, durchlaufen sie mehrere Netzwerk- und Anwendungsschichten. Mobilfunkverbindungen gehen direkt vom Gerät zum Sendemast und umgehen persönliche Router, Smartphones oder Gateways, die gehackt werden können.

Die Wahl der Konnektivitätstechnologie hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der Anforderungen des Produkts, der Kostenüberlegungen und der Größenanforderungen. Für wiederverwendbare Produkte übertrifft die Mobilfunktechnologie oft andere Optionen wie Bluetooth, wenn zusätzliche Kosten und Größenanforderungen den Kundenerwartungen entsprechen können. Mobilfunktechnologie ist ideal für die meisten medizinischen Geräteanwendungen aufgrund ihrer Zuverlässigkeit, Sicherheit und Einfachheit.

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Zukunft der Medizintechnik: Wie Mobilfunk die Heimüberwachung revolutioniert
Zukunft der Medizintechnik: Wie Mobilfunk die Heimüberwachung revolutioniert (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)



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