MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Automobilindustrie steht vor einem Wendepunkt, da die Beliebtheit von Infotainment-Bildschirmen in Fahrzeugen zunehmend infrage gestellt wird. Während diese Technologie einst als revolutionär galt, zeigt sich nun, dass viele Fahrer die Nachteile der digitalen Bedienoberflächen erkennen.
Die Integration von Infotainment-Bildschirmen in Fahrzeuge wurde ursprünglich als bedeutender Fortschritt gefeiert. Inspiriert von der Benutzerfreundlichkeit moderner Smartphones, sollten diese Bildschirme den Fahrern eine intuitive Steuerung ihrer Fahrzeuge ermöglichen. Doch die Realität sieht anders aus: Viele Fahrer empfinden die Bedienung als umständlich und ablenkend, was zu einer wachsenden Skepsis gegenüber dieser Technologie führt.
Ein entscheidender Wendepunkt war Teslas Einführung von iPad-ähnlichen Steuerungen in den 2010er Jahren, die den Trend zu großen Touchscreens in Fahrzeugen maßgeblich vorantrieben. Heute sind etwa 97 % der Neuwagen mit einem solchen Bildschirm ausgestattet, wobei fast ein Viertel dieser Bildschirme eine Größe von 11 Zoll oder mehr aufweist. Doch trotz dieser weit verbreiteten Implementierung zeigen Umfragen, dass nur ein kleiner Teil der Fahrer tatsächlich an solchen Displays interessiert ist.
Die Kritik an den Infotainment-Bildschirmen konzentriert sich vor allem auf Sicherheits- und Komfortaspekte. Die Navigation durch komplexe Menüs kann während der Fahrt ablenken und die Bedienung grundlegender Fahrzeugfunktionen erschweren. Zudem sind diese Systeme anfällig für Softwarefehler, die zu gefährlichen Situationen führen können, wie es bei Tesla der Fall war, als ein Problem mit dem Flash-Speicher die Rückfahrkamera und andere wichtige Funktionen beeinträchtigte.
Einige Automobilhersteller reagieren bereits auf die Kritik. Volkswagen hat angekündigt, wieder verstärkt auf physische Tasten zu setzen, nachdem die Bildschirmzentrierung ihrer Modelle auf breite Ablehnung stieß. Diese Entscheidung wurde durch negative Bewertungen und Rückmeldungen von Kunden beeinflusst, die die Bedienung als frustrierend empfanden.
Die Zukunft der Fahrzeugbedienung könnte in hybriden Lösungen liegen, die digitale und analoge Elemente kombinieren. BMW hat ein neues Head-up-Display vorgestellt, das wichtige Informationen direkt in das Sichtfeld des Fahrers projiziert und die Steuerung über physische Tasten am Lenkrad ermöglicht. Auch Hyundai und Kia bieten ähnliche Ansätze an, die den Fahrern die Wahl zwischen Touch- und Analogsteuerung lassen.
Sprachsteuerungssysteme stellen eine weitere vielversprechende Alternative dar. Mercedes hat 2023 Sprachbefehle eingeführt, die von KI unterstützt werden, während Apple CarPlay mit Sprachfunktionen ausgestattet hat. Diese Entwicklungen zeigen, dass die Evolution der Infotainment-Systeme noch lange nicht abgeschlossen ist und dass die Branche bestrebt ist, sicherere und benutzerfreundlichere Lösungen zu finden.
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