KIEL / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Lubinus-Kliniken in Kiel feiern ihr 130-jähriges Bestehen und blicken auf die Zukunft der Chirurgie. Prof. Sven Oliver Eicker, Chefarzt der Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie und onkologische Orthopädie, gibt Einblicke in die kommenden Entwicklungen und Herausforderungen der Medizintechnik.
Die Lubinus-Kliniken in Kiel, die in diesem Jahr ihr 130-jähriges Bestehen feiern, sind ein Paradebeispiel für die kontinuierliche Weiterentwicklung in der Medizintechnik. Prof. Sven Oliver Eicker, Chefarzt der Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie und onkologische Orthopädie, spricht über die Chancen und Herausforderungen, die die Zukunft der Chirurgie mit sich bringt. Während die Technologie im Operationssaal immer weiter voranschreitet, bleibt die Rolle des Chirurgen unersetzlich. Auch in 30 oder 40 Jahren werden Chirurgen, Narkoseärzte und OP-Assistenten die zentrale Rolle im OP-Saal spielen.
Die Integration von Künstlicher Intelligenz und Robotik in die Chirurgie verspricht kürzere Liegezeiten und eine präzisere Durchführung von Eingriffen. Die Navigationstechnologie, die heute bereits in der Wirbelsäulenchirurgie eingesetzt wird, ermöglicht es Chirurgen, Schrauben mit hoher Genauigkeit zu platzieren, was die Notwendigkeit von Revisionsoperationen reduziert. Diese Technologie, die vor 20 Jahren noch der Gehirnchirurgie vorbehalten war, hat sich schnell in anderen Bereichen etabliert.
Ein weiterer Vorteil der technologischen Fortschritte ist die Reduzierung der Strahlenbelastung für Patienten. Durch den Einsatz von Navigationssystemen können Röntgenuntersuchungen minimiert werden, was sowohl für Patienten als auch für das medizinische Personal von Vorteil ist. Die Frage, ob Roboter in Zukunft die Aufgabe übernehmen werden, Schrauben in die Wirbelsäule zu drehen, bleibt offen. Prof. Eicker betont, dass dies ein langer Prozess mit vielen offenen Fragen ist, insbesondere in Bezug auf Haftungsfragen bei Fehlern.
Künstliche Intelligenz könnte in Zukunft eine größere Rolle in der Überwachung von Patienten spielen, indem sie große Datenmengen analysiert und Rückschlüsse für die Behandlung zulässt. Dies könnte eine zusätzliche Sicherheit bei der Überprüfung von Medikamenten und Vorerkrankungen bieten. Auch in der Bildgebung, wie bei der Auswertung von Röntgenbildern, wird KI eine unterstützende Rolle spielen.
Die Entwicklung hin zu einer ambulanten Behandlung ist ein weiterer Trend, den Prof. Eicker sieht. Die Vorbereitung von Operationen wird zunehmend ambulant erfolgen, und kleinere Eingriffe könnten in Zukunft vollständig ohne stationären Aufenthalt durchgeführt werden. Die Liegezeiten nach größeren Eingriffen haben sich bereits verkürzt und werden voraussichtlich weiter abnehmen.
Eine der größten Herausforderungen für die Zukunft sieht Prof. Eicker in der Sicherstellung einer ausreichenden Anzahl an Fachpersonal. Die Ausbildung muss auf Spitzenniveau bleiben, und es wird mehr Zertifizierungen geben, um die Qualität zu sichern. Die Gefahr einer Zwei-Klassen-Medizin ist eine weitere Sorge, die Prof. Eicker äußert. Während die Versorgung in Schleswig-Holstein derzeit auf einem hohen Niveau ist, bleibt abzuwarten, ob dies in 30 Jahren noch der Fall sein wird.
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