MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Kryptowährung XRP steht erneut im Zentrum einer hitzigen Debatte. Ein Forscher hat XRP als den “größten Finanzbetrug” bezeichnet, was zu einer Reaktion des CTO von Ripple führte. Die Diskussion dreht sich um das geringe Handelsvolumen auf dezentralen Börsen (DEX) und die tatsächliche Nützlichkeit von XRP.

Die Kryptowährung XRP, die von Ripple Labs entwickelt wurde, ist erneut Gegenstand einer intensiven Debatte in der Krypto-Community. Ein Analyst namens Aylo hat XRP als den “größten Finanzbetrug” bezeichnet, den die Welt je gesehen hat. Seine Kritik basiert auf der Behauptung, dass XRP trotz einer Marktkapitalisierung von 140 Milliarden US-Dollar nur wenig Wert geschaffen habe.

Aylo, der für die Blockchain-Ressource Alpha Please forscht, wies auf Daten hin, die zeigen, dass das Handelsvolumen auf der dezentralen Börse (DEX) des XRP Ledgers (XRPL) innerhalb von 24 Stunden nur 44.000 US-Dollar betrug. Diese Zahl erschien ihm untypisch für ein Asset mit der Größe von XRP. Er betonte, dass der Total Value Locked (TVL) des XRPL bei nur 80,63 Millionen US-Dollar liege, was im Vergleich zu führenden Blockchain-Netzwerken mit etablierten DeFi-Ökosystemen sehr gering sei.

Inmitten dieser Diskussion meldete sich David Schwartz, der Chief Technology Officer von Ripple, zu Wort. Er erklärte, dass die spezifischen Daten, auf die Aylo sich bezog, wahrscheinlich nur die automatisierten Market Maker (AMMs) auf dem XRPL berücksichtigten, die nur einen kleinen Teil der Nutzung von XRP ausmachten. Schwartz betonte, dass das zitierte Volumen nicht den gesamten Nutzen von XRP widerspiegele.

Zur weiteren Kontextualisierung ist zu erwähnen, dass XRP erst kürzlich, im März des Vorjahres, AMM-Funktionalitäten integriert hat. Trotz seines Alters von über einem Jahrzehnt hat das XRPL erst kürzlich begonnen, sich in Richtung DeFi zu bewegen, indem es NFTs, AMMs und Stablecoins integriert hat. Diese relativ neue Ausrichtung hat zu einem DeFi-Ökosystem geführt, das im Vergleich zu Wettbewerbern noch unterentwickelt ist.

Ein dUNL-Validator namens Vet widersprach Aylo und präsentierte alternative Volumenzahlen. Laut Vet lag das tatsächliche 24-Stunden-DEX-Volumen auf dem XRPL bei etwa 9 Millionen US-Dollar, nicht bei 44.000 US-Dollar. Er argumentierte, dass dieses niedrigere Volumen im Vergleich zu anderen Blockchains eine Chance für Marktteilnehmer darstelle, das wachsende DeFi-Ökosystem des XRPL zu nutzen, das über 6 Millionen Wallets mit minimalem Wettbewerb beherbergt.

Vet erklärte, dass die Daten von DeFiLlama möglicherweise nicht die gesamte Handelsaktivität des XRPL korrekt widerspiegelten. Er erwähnte, dass er und Orchestra Finance mit dem Team von DeFiLlama an Integrationsbemühungen gearbeitet hätten. Vet erläuterte, dass das tatsächliche 24-Stunden-Handelsvolumen, wenn man die Zahlen des Central Limit Order Book (CLOB) und der AMMs kombiniere, etwa 9 Millionen US-Dollar betrage.

Obwohl das DEX-Volumen des XRPL mit 9 Millionen US-Dollar deutlich niedriger ist als das von Konkurrenten wie Ethereum, Solana und Binance Smart Chain, ist diese Lücke größtenteils auf den historischen Fokus des XRPL außerhalb von DeFi zurückzuführen. Das Netzwerk hat erst kürzlich begonnen, in dezentrale Finanzdienstleistungen zu expandieren, was verständlich macht, dass seine On-Chain-Handelsaktivität hinter anderen Blockchains zurückbleibt, die seit Jahren DeFi-Entwicklungen priorisieren.

Zusätzlicher Kontext zeigt, dass das DEX-Volumen allein nicht die Legitimität einer Blockchain bestimmt. Bitcoin beispielsweise hat eine enorme Marktkapitalisierung von über 1 Billion US-Dollar, doch zeigen die Daten von DeFiLlama ein DEX-Volumen von nur 238.740 US-Dollar. Dies deutet darauf hin, dass die Verwendung von DEX-Handelszahlen als einziges Maß für den Nutzen oder die Legitimität einer Blockchain irreführend sein kann.

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XRP im Fokus: Diskussion um DEX-Volumen und Nutzen
XRP im Fokus: Diskussion um DEX-Volumen und Nutzen (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)



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