WÜRZBURG / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Universität Würzburg hat mit ihrem neuen Teleskop einen bedeutenden Schritt in der Asteroidenforschung gemacht. Das auf dem Hubland-Campus installierte Gerät ermöglicht es, die Flugbahnen von Asteroiden mit bisher unerreichter Präzision zu verfolgen.
Die Universität Würzburg hat mit ihrem neuen Teleskop auf dem Hubland-Campus einen bedeutenden Fortschritt in der Asteroidenforschung erzielt. Dieses hochmoderne Gerät, das von einem Team der Professur für Raumfahrttechnik und dem studentischen Verein WüSpace betrieben wird, ermöglicht es, die Flugbahnen von Asteroiden mit bisher unerreichter Präzision zu verfolgen. Das Teleskop ist in der Lage, selbst kleinste Objekte am Himmel schnell und genau zu erfassen und deren Geschwindigkeit, Flugbahn und Entfernung zur Erde zu bestimmen.
Die gewonnenen Daten werden an das Minor Planet Center (MPC) in Cambridge, Massachusetts, übermittelt, das als globales Zentrum für die Beobachtung von Kleinkörpern im Sonnensystem fungiert. Bislang hat das Würzburger Team 257 Messungen von 34 verschiedenen Asteroiden gemeldet. Diese Daten helfen nicht nur bei der Einschätzung der Größe der Asteroiden, sondern auch bei der Berechnung ihrer Flugbahnen, was entscheidend zur Vermeidung von Kollisionen mit Satelliten beiträgt.
Bereits vier Tage nach den ersten Beobachtungen erhielt das Würzburger Teleskop den Observatory Code D69 vom MPC, was die hohe Qualität der gelieferten Daten bestätigt. Damit gehört es nun offiziell zu den über 2500 weltweit registrierten Observatorien. Diese Anerkennung unterstreicht die Leistungsfähigkeit des Teleskops, das im Rahmen des Projekts KI-SENS angeschafft wurde, um sowohl die Forschung als auch die Lehre in der Luft- und Raumfahrt zu unterstützen.
Im Projekt KI-SENS haben Studierende der Luft- und Raumfahrtinformatik dem Teleskop beigebracht, mithilfe von KI-Algorithmen kleine bewegliche Objekte am Himmel zu erkennen und deren Flugbahn vorauszuberechnen. Diese Technologie ermöglicht es, Asteroiden und andere Himmelskörper in Zukunft noch effektiver zu verfolgen. Ein bemerkenswerter Erfolg war die Beobachtung des James-Webb-Weltraumteleskops, das sich 1,4 Millionen Kilometer von der Erde entfernt befindet.
Das Teleskop hat nicht nur für die Asteroidenforschung strategische Bedeutung, sondern auch für weitere Projekte der Professur für Raumfahrttechnik, wie das Vorhaben NEAlight. In diesem Projekt wird die Machbarkeit von Kleinsatelliten-Missionen zur Untersuchung von Asteroiden und zur planetaren Verteidigung untersucht. Perspektivisch könnte das Teleskop auch in Projekte zur Beobachtung von Weltraumschrott eingebunden werden, was die Sicherheit im Weltraum weiter erhöhen würde.
Die Entwicklungen in Würzburg zeigen, wie wichtig präzise Beobachtungen für die Raumfahrttechnik sind. Die Fähigkeit, selbst weit entfernte Objekte wie das James-Webb-Teleskop zu verfolgen, unterstreicht die hohe Leistungsfähigkeit des Würzburger Teleskops. Diese Technologie könnte in Zukunft eine entscheidende Rolle bei der Vermeidung von Kollisionen im Weltraum spielen und die Sicherheit von Satelliten und anderen Raumfahrzeugen erhöhen.
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