MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Eine neue Studie zeigt, dass die Angst vor starken Emotionen eine zentrale Rolle bei Kommunikationsproblemen in romantischen Beziehungen spielt, insbesondere wenn einer oder beide Partner unter PTSD-Symptomen leiden.
In der heutigen Welt, in der zwischenmenschliche Beziehungen oft durch externe Stressfaktoren belastet werden, zeigt eine aktuelle Studie, dass die Angst vor Emotionen eine entscheidende Rolle bei Kommunikationsproblemen in romantischen Beziehungen spielt. Besonders betroffen sind Paare, bei denen einer oder beide Partner unter posttraumatischen Belastungsstörungen (PTSD) leiden. Diese Erkenntnisse stammen aus einer Untersuchung von Wissenschaftlern der Penn State University, die die Dynamik zwischen PTSD-Symptomen und der Furcht vor Emotionen genauer beleuchtet haben.
Die Studie zeigt, dass Menschen mit höheren PTSD-Symptomen oft eine ausgeprägte Angst vor starken Emotionen haben. Diese Angst führt zu destruktiven Kommunikationsmustern, wie dem sogenannten “Demand-Withdraw”-Verhalten, bei dem ein Partner Druck ausübt und der andere sich zurückzieht. Solche Verhaltensweisen verstärken nicht nur die Beziehungsprobleme, sondern auch die PTSD-Symptome selbst. Die Forscher betonen, dass eine Therapie, die sowohl die PTSD-Symptome als auch die emotionale Angst adressiert, die Kommunikation verbessern und zur Genesung beitragen kann.
Die Untersuchung umfasste 64 heterosexuelle Paare, bei denen beide Partner ein traumatisches Ereignis erlebt hatten. Die Forscher analysierten die PTSD-Symptome und die wahrgenommenen negativen Konsequenzen starker Emotionen sowie die Kommunikationsstile der Paare. Die Ergebnisse, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Behaviour Research and Therapy, zeigten, dass Menschen mit höheren PTSD-Symptomen eine größere Angst vor ihren Emotionen hatten, was mit weniger konstruktiver und mehr unproduktiver Kommunikation einherging.
Steffany Fredman, eine der Hauptautorinnen der Studie, erklärt, dass Menschen mit PTSD dazu neigen, sich selbst und andere negativ zu sehen, was zu Misstrauen, Wut, Vermeidung und emotionaler Abstumpfung führt. Diese Faktoren belasten romantische Beziehungen erheblich. Fredman hat eine paarbasierte Therapie für PTSD mitentwickelt, die darauf abzielt, diesen Teufelskreis zu durchbrechen und die emotionale Toleranz zu fördern.
Die Studie hebt hervor, dass Beziehungen, in denen beide Partner in der Lage sind, ihre Gefühle auszudrücken und zuzuhören, die Genesung von PTSD fördern können. Umgekehrt können ungesunde Bewältigungsmechanismen, die durch emotionale Ängste ausgelöst werden, die Symptome von PTSD verstärken. Die Forscher betonen die Bedeutung einer Therapie, die sowohl die PTSD-Symptome als auch die Angst vor Emotionen gleichzeitig behandelt.
Die Ergebnisse dieser Studie bieten wertvolle Einblicke in die komplexe Dynamik von PTSD und zwischenmenschlicher Kommunikation. Sie unterstreichen die Notwendigkeit, emotionale Ängste in der Therapie zu berücksichtigen, um die Beziehungsqualität zu verbessern und die Heilungschancen zu erhöhen. Diese Erkenntnisse könnten auch dazu beitragen, neue therapeutische Ansätze zu entwickeln, die speziell auf die Bedürfnisse von Paaren mit PTSD zugeschnitten sind.
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