MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die zunehmende Menge an Weltraummüll stellt eine erhebliche Bedrohung für Satelliten dar, die für viele unserer täglichen Dienste unerlässlich sind. Jährlich wird mindestens ein Satellit durch Kollisionen mit Weltraumschrott zerstört, und die Europäische Weltraumorganisation (ESA) warnt vor einer Zunahme dieser Vorfälle.

Die wachsende Anzahl von Satelliten im Erdorbit und die steigende Anzahl von kommerziellen Raumfahrtstarts haben die Problematik des Weltraummülls verschärft. Die ESA schätzt, dass sich mehr als 130 Millionen Teile von Trümmern im Orbit befinden, was das Risiko von Kollisionen mit funktionalen Satelliten erhöht. Diese Kollisionen könnten kritische Dienste wie GPS und Umweltüberwachung erheblich stören.

Um Kollisionen zu vermeiden, führen Satelliten regelmäßig Ausweichmanöver durch, die auch Auswirkungen auf die Astronauten an Bord der Internationalen Raumstation haben können. Josef Aschbacher, Generaldirektor der ESA, betont die Abhängigkeit unserer Gesellschaft von Satelliten für Navigation, Telekommunikation und Erdbeobachtung, einschließlich Verteidigung und Sicherheit.

Die ESA hat auf ihrer jährlichen Konferenz zum Thema Weltraummüll dringende Maßnahmen zur Beseitigung von menschengemachtem Schrott gefordert. Im Jahr 2023 wurde die Zero Debris Charter ins Leben gerufen, der sich 17 europäische Nationen sowie Mexiko und Neuseeland angeschlossen haben. Ziel ist es, den Weltraum nicht in eine Art fliegenden Schrottplatz zu verwandeln.

Selbst kleinste Teile von Weltraummüll, die nur einen Millimeter Durchmesser haben, können erhebliche Schäden an funktionalen Raumfahrzeugen und Satelliten verursachen. Ein Beispiel ist der Copernicus Sentinel-1A-Klimasatellit, der vor einem Jahrzehnt durch ein nur 2 mm großes Stück Weltraummüll beschädigt wurde. Obwohl der Betrieb des Satelliten nicht beeinträchtigt wurde, verdeutlichte dies die Risiken von Kollisionen mit Weltraummüll.

Die ESA plant, mit der ClearSpace-1-Mission im Jahr 2028 erstmals Weltraummüll zu entfernen. Diese Mission wird Roboterarme einsetzen, um den kofferraumgroßen PROBA-1-Satelliten aus dem niedrigen Erdorbit zu entfernen. Andere Konzepte beinhalten den Einsatz von netzartigen Strukturen, um Satelliten aus dem Orbit zu „fischen“, obwohl diese Technologien teuer und noch unbewiesen sind.

Ein weiterer Ansatz besteht darin, Protokolle zur Stilllegung ungenutzter Raumfahrttechnologie zu entwickeln. Raumfahrtagenturen erforschen Methoden, um tote Technologie mit eingebauten Treibstoffvorräten aus dem Gefahrenbereich zu entfernen. Die ESA strebt an, das Mantra „reduzieren, wiederverwenden, recyceln“ der Umweltverträglichkeit auch im Weltraum zu übernehmen.

Langfristig wird nicht nur die Entfernung von Weltraummüll angestrebt, sondern auch die Förderung neuer Missionen, die darauf abzielen, Objekte nicht nur aus dem Orbit zu entfernen, sondern auch zu reparieren und Teile wiederzuverwenden oder sogar zu recyceln. Dies könnte die Entwicklung einer Art „Pannenhilfe“ im Weltraum umfassen, die Reparaturen an Satelliten durchführt und deren Lebensdauer verlängert.


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Weltraummüll: Eine Bedrohung für Satelliten und mögliche Lösungen
Weltraummüll: Eine Bedrohung für Satelliten und mögliche Lösungen (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)



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