MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Der Autozulieferer Webasto steht vor einem bedeutenden Umbruch. Im Rahmen einer umfassenden Sanierung plant das Unternehmen, rund 650 Stellen in Deutschland abzubauen. Diese Entscheidung, die sowohl das Management als auch die Arbeitnehmervertreter gemeinsam getroffen haben, soll möglichst sozialverträglich umgesetzt werden. Ein Sozialplan wurde bereits vereinbart, um die betroffenen Mitarbeiter zu unterstützen.
Webasto, ein renommierter Autozulieferer, der unter anderem Schiebe- und Panoramadächer für Fahrzeuge herstellt, sieht sich gezwungen, drastische Maßnahmen zu ergreifen, um seine wirtschaftliche Stabilität zu sichern. Die Entscheidung, rund 650 Stellen in Deutschland abzubauen, kommt nach einer Phase finanzieller Herausforderungen, die das Unternehmen im vergangenen Jahr in eine Schieflage brachten. Bereits im Dezember hatte Webasto eine Stabilisierungsvereinbarung mit seinen Hauptgläubigern abgeschlossen, um die finanzielle Basis zu stärken.
Der Stellenabbau betrifft insbesondere die Unternehmensverwaltung und die Entwicklungsabteilungen. Auch die Produktionskapazitäten sollen an die gesunkene Nachfrage angepasst werden. Betroffen sind die Standorte Gilching, Hengersberg, Neubrandenburg und Utting sowie die Zentrale in Stockdorf bei München. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Restrukturierungsplans, der darauf abzielt, das Unternehmen langfristig wettbewerbsfähig zu halten.
Der neue Vorstandschef Jörg Buchheim, der erst seit wenigen Wochen im Amt ist, betonte die Notwendigkeit dieser Schritte angesichts der aktuellen Marktentwicklung. Er versicherte, dass der Stellenabbau mit größtem Respekt für die soziale Sicherheit der Mitarbeitenden und im Einklang mit der Unternehmenskultur umgesetzt werde. Eine Transfergesellschaft soll die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis zu zwölf Monate bei der Suche nach neuen Beschäftigungsmöglichkeiten unterstützen.
Webasto beschäftigt in Deutschland derzeit etwa 3700 Mitarbeiter, weltweit sind es rund 16.000. Die geplanten Maßnahmen bedeuten, dass in den deutschen Standorten knapp jede sechste Stelle wegfallen wird. Diese Entwicklung ist ein deutlicher Hinweis auf die Herausforderungen, mit denen die Automobilzulieferindustrie derzeit konfrontiert ist, insbesondere im Hinblick auf die Transformation hin zu neuen Technologien und Antriebskonzepten.
Die Entscheidung von Webasto, Stellen abzubauen, ist nicht nur eine Reaktion auf die internen wirtschaftlichen Herausforderungen, sondern auch auf die sich verändernden Marktbedingungen. Die Automobilindustrie befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel, der durch den Übergang zu Elektromobilität und den verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Fahrzeugproduktion geprägt ist. Diese Trends erfordern von Zulieferern wie Webasto eine Anpassung ihrer Geschäftsmodelle und Produktionskapazitäten.
Die Geschichte von Webasto reicht über 124 Jahre zurück, und das Unternehmen hat sich in dieser Zeit als verlässlicher Partner der Automobilindustrie etabliert. Doch die aktuellen Herausforderungen zeigen, dass auch etablierte Unternehmen flexibel bleiben müssen, um in einem sich schnell verändernden Marktumfeld bestehen zu können. Die kommenden Monate werden entscheidend dafür sein, wie Webasto diese Transformation bewältigt und welche Rolle es in der Zukunft der Automobilindustrie spielen wird.
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