MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Erforschung des Weltraums stellt die Menschheit vor immense Herausforderungen. Von Muskelabbau über Knochenschwund bis hin zu Strahlenbelastung sind die Risiken für Astronauten auf Langzeitmissionen erheblich. Doch die Natur könnte uns wertvolle Hinweise liefern, wie wir diesen Gefahren begegnen können.



Die Erforschung des Weltraums ist eine der größten Herausforderungen der Menschheit. Langzeitmissionen im All bringen erhebliche Risiken mit sich, darunter Muskelabbau, Knochenschwund und Strahlenbelastung. Doch die Natur könnte uns wertvolle Hinweise darauf geben, wie wir diesen Gefahren begegnen können. Tiere wie Eisbären und winzige Organismen, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind, könnten uns entscheidende Informationen liefern, um die anspruchsvollen Bedingungen im Weltraum zu überleben.

Eine kürzlich in der Zeitschrift NPJ Microgravity veröffentlichte Studie untersucht, wie Tiermodelle, insbesondere Winterschläfer und Extremophile, Wissenschaftlern helfen können, Strategien zur Bekämpfung dieser Gefahren zu entwickeln. Die Studie hebt auch die Rolle fortschrittlicher KI-Techniken hervor, die das Verhalten von Tieren in der Mikrogravitation überwachen und wichtige Einblicke in physiologische Anpassungen bieten.

Die Überwachung durch KI revolutioniert die Weltraumbiologie. Wissenschaftler nutzen fortschrittliche maschinelle Lernwerkzeuge wie SLEAP und DeepLabCut, um feine Verhaltensänderungen bei Tieren an Bord der ISS zu beobachten. Diese Technologien ermöglichen es, Stressreaktionen, Bewegungsmuster und neurologische Veränderungen zu erkennen, die zuvor nicht quantifizierbar waren.

Während sich die Menschheit auf längere Weltraummissionen vorbereitet, konzentrieren sich Forscher darauf, wie sich Lebewesen an extreme Umgebungen anpassen. Jahrzehnte der Raumfahrt haben gezeigt, dass Mikrogravitation und Strahlung die menschliche Physiologie stark beeinträchtigen, was zu geschwächten Muskeln, brüchigen Knochen und kognitiven Herausforderungen führt.

Interessanterweise widerstehen einige Tiere von Natur aus extremen Bedingungen. Winterschläfer wie Eisbären und Nagetiere bewahren trotz monatelanger Inaktivität ihre Muskelkraft, und Tardigraden können harte Strahlung und Vakuumexposition überleben. Ebenso wurde C. elegans für seine Fähigkeit untersucht, Raumflugbedingungen zu überstehen, und Drosophila-Modelle haben wichtige Einblicke in neurobehaviorale und kardiovaskuläre Veränderungen durch Mikrogravitation geliefert.

Die Forscher analysierten verschiedene Tiermodelle, um zu verstehen, wie biologische Anpassungen die negativen Auswirkungen des Raumflugs mildern können. Sie konzentrierten sich auf Arten, die für ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber extremen Bedingungen bekannt sind, insbesondere Winterschläfer und Extremophile. Die Studie untersucht auch die historische Rolle von Tieren in Weltraummissionen, von frühen Primaten- und Nagetierflügen bis hin zu neueren Kleintierstudien an Bord der Internationalen Raumstation (ISS).

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Extremophilen wie Tardigraden, die Vakuumbedingungen und extreme Strahlung überleben können. Die Studie untersuchte die molekularen und genetischen Mechanismen, die es diesen Organismen ermöglichen, DNA-Schäden zu reparieren – eine Fähigkeit, die genutzt werden könnte, um Astronauten vor kosmischer Strahlung zu schützen. Weitere Forschungen zu diesen Mechanismen könnten Wege zur Verbesserung der DNA-Reparatur beim Menschen aufzeigen und das Strahlungsrisiko bei interplanetaren Reisen verringern.

Die Forscher überprüften auch historische Raumflugexperimente mit Nagetieren und anderen kleinen Säugetieren, bei denen Verhaltensanalysen durchgeführt wurden, um Stressreaktionen, Veränderungen der zirkadianen Rhythmen und neurologische Anpassungen in der Mikrogravitation zu bewerten. Nagetier-Raumflugstudien haben gezeigt, dass es zu vermehrtem angstähnlichem Verhalten, gestörten Schlafzyklen und Defiziten in der sozialen Interaktion kommt – Erkenntnisse, die helfen könnten, psychologische Herausforderungen bei Astronauten vorherzusagen und zu mildern.

Zusätzlich wurden in diesen Studien KI-gestützte Überwachungstools untersucht, um Bewegungsmuster und physiologische Stressindikatoren zu verfolgen. Maschinelles Lernen-basierte Überwachungssysteme wie SLEAP und DeepLabCut haben eine präzise Verhaltensanalyse von Tieren im Orbit ermöglicht und Wissenschaftlern geholfen, mikrogravitationsinduzierte neurologische Veränderungen zu verstehen.

Die Studie befasste sich auch mit den logistischen und ethischen Herausforderungen der Durchführung von Tierversuchen im Weltraum. Es wurde untersucht, wie verbesserte Raumhabitat-Designs und KI-gestützte Verhaltensüberwachung die experimentelle Genauigkeit verbessern und gleichzeitig den Schaden für Versuchstiere minimieren könnten. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Verfeinerung dieser Methoden zu Durchbrüchen bei der Entwicklung biomedizinischer Gegenmaßnahmen für Astronauten auf Langzeit-Weltraummissionen führen könnte.

Insgesamt deuteten die Ergebnisse darauf hin, dass das Studium biologischer Anpassungen bei Tieren entscheidend für die Entwicklung von Strategien zur Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Astronauten während Langzeit-Weltraumflügen sein könnte. Zukünftige Forschungen müssen genetische Erkenntnisse, Verhaltensüberwachung und KI-gestützte Analysen integrieren, um das Potenzial von Tiermodellen für die Raumfahrt voll auszuschöpfen.

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