MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Eine aktuelle Warnung eines führenden US-Gesundheitsexperten hat die Diskussion über die Sicherheit von Schlafmitteln neu entfacht. Millionen Menschen, die regelmäßig auf Medikamente mit dem Wirkstoff Diphenhydramin zurückgreifen, könnten einem erhöhten Risiko ausgesetzt sein, an Demenz zu erkranken.
Die jüngste Warnung eines renommierten US-Gesundheitsexperten hat die Aufmerksamkeit auf die potenziellen Risiken von Schlafmitteln gelenkt, die Diphenhydramin enthalten. Diese Substanz, die in vielen rezeptfreien Medikamenten wie Nytol One-a-Night und Boots Sleepeaze enthalten ist, steht im Verdacht, das Risiko einer Demenzerkrankung erheblich zu erhöhen. Dr. Amy Shah, eine Expertin für Immunität und Ernährung, die an führenden Universitäten wie Harvard und Columbia ausgebildet wurde, hat in einem vielbeachteten Beitrag darauf hingewiesen, dass der regelmäßige Gebrauch dieser Medikamente mit einem um 54 Prozent erhöhten Demenzrisiko verbunden sein könnte.
Die Bedenken basieren auf Studien, die zeigen, dass Anticholinergika, zu denen Diphenhydramin gehört, die Wirkung von Acetylcholin im Nervensystem blockieren. Acetylcholin ist ein wichtiger Botenstoff im Gehirn, der an Lern- und Gedächtnisprozessen beteiligt ist. Die Blockade dieses Botenstoffs könnte daher langfristig negative Auswirkungen auf die kognitive Gesundheit haben. Eine Studie aus dem Jahr 2015, die 3.500 ältere Erwachsene über einen Zeitraum von drei Jahren untersuchte, fand heraus, dass die Einnahme dieser Medikamente mit einem signifikant erhöhten Demenzrisiko verbunden war.
In Großbritannien wurden ähnliche Bedenken geäußert. Eine Analyse von fast einer Million Patientenakten ergab, dass bestimmte Anticholinergika das Demenzrisiko um etwa ein Drittel erhöhen könnten. Besonders betroffen sind Männer, bei denen das Risiko um 22 Prozent höher war als bei Frauen. Diese Erkenntnisse unterstreichen die Notwendigkeit, alternative Behandlungsmöglichkeiten für ältere Patienten zu erwägen, insbesondere für solche mit überaktiver Blase, die häufig mit Anticholinergika behandelt werden.
Dr. Shah empfiehlt, auf neuere Antihistaminika wie Zirtec oder Allegra umzusteigen, die weniger wahrscheinlich die Blut-Hirn-Schranke überwinden und somit ein geringeres Risiko für kognitive Beeinträchtigungen darstellen. Sie betont, dass es wichtig sei, sich der potenziellen Risiken bewusst zu sein und diese Medikamente nicht regelmäßig zu verwenden.
Die Diskussion über die Sicherheit von Anticholinergika ist nicht neu, doch die jüngsten Studienergebnisse haben das Thema erneut in den Fokus gerückt. Experten fordern eine verstärkte Aufklärung der Öffentlichkeit und eine sorgfältige Abwägung der Risiken und Nutzen dieser Medikamente. Die Hersteller der betroffenen Produkte wurden um Stellungnahme gebeten, doch bisher gibt es keine offiziellen Reaktionen.
Insgesamt zeigt sich, dass die Forschung zu den langfristigen Auswirkungen von Anticholinergika auf die kognitive Gesundheit noch nicht abgeschlossen ist. Weitere Studien sind notwendig, um die genauen Mechanismen zu verstehen und sichere Alternativen zu entwickeln. Bis dahin sollten Patienten und Ärzte gemeinsam die Risiken abwägen und gegebenenfalls auf andere Behandlungsmöglichkeiten zurückgreifen.
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