MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – In den App-Stores von Apple und Google sind mehrere beliebte VPN-Apps aufgetaucht, die mit einem chinesischen Unternehmen verbunden sind, das auf der US-Sanktionsliste steht.

In den App-Stores von Apple und Google sind mehrere VPN-Apps aufgetaucht, die mit dem chinesischen Unternehmen Qihoo 360 verbunden sind, das auf der US-Sanktionsliste steht. Diese Entdeckung wirft Fragen zur Sicherheit und zum Datenschutz auf, da Qihoo 360 wegen angeblicher Verbindungen zum chinesischen Militär sanktioniert wurde. Die Tech Transparency Project hat herausgefunden, dass mindestens fünf dieser VPN-Apps, darunter Turbo VPN und VPN Proxy Master, von einem Unternehmen betrieben werden, das mit Qihoo in Verbindung steht.

VPNs sind dafür bekannt, dass sie Nutzern helfen, geografische Beschränkungen zu umgehen und eine verschlüsselte Verbindung zu einem Server herzustellen. Dies ermöglicht den Zugriff auf Inhalte, die sonst in ihrem Land blockiert wären. Allerdings gibt dies dem VPN-Anbieter auch Einblick in die Internetaktivitäten der Nutzer. In China sind Unternehmen gesetzlich verpflichtet, bei staatlichen Ermittlungen zu kooperieren und Daten auf Anfrage bereitzustellen.

Die Enthüllungen kommen zu einer Zeit, in der die Besorgnis über die nationalen Sicherheitsrisiken durch chinesische Technologieunternehmen in den USA zunimmt. Apple und Google haben zwar Richtlinien, die die Nutzung oder Sammlung von Nutzerdaten durch VPN-Apps ohne deren Zustimmung verbieten, doch die Einhaltung dieser Richtlinien ist schwer zu überwachen. Matthew Green, ein Kryptografie-Experte der Johns Hopkins University, betont, dass VPNs eine Ausnahme in Apples Datenschutzbemühungen darstellen, da sie sich an die Hauptnetzwerkverbindung des Telefons anhängen.

Nach der Kontaktaufnahme durch die Financial Times wurden Thunder VPN und Snap VPN aus dem Apple Store entfernt. Die Betreiberfirma, Innovative Connecting, ist in Singapur ansässig und gehört Lemon Seed Technology, die auf den Kaimaninseln registriert ist. Qihoo hatte 2020 Lemon Seed und zwei weitere Unternehmen erworben, bevor es auf die US-Handelsblacklist gesetzt wurde. Später verkaufte Qihoo das Projekt, behielt jedoch die Entwickler in China.

Apple und Google betonen, dass sie die geltenden Sanktionen und Handelsgesetze einhalten und bei Verstößen gegen diese Gesetze oder ihre Richtlinien entsprechende Maßnahmen ergreifen. Google hat kürzlich ein “verifiziertes” Abzeichen für VPN-Apps eingeführt, die zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergreifen. Turbo VPN erhielt ein solches Abzeichen.

Die Situation verdeutlicht die Herausforderungen, vor denen globale Technologieunternehmen stehen, wenn es darum geht, die Einhaltung internationaler Vorschriften zu gewährleisten und gleichzeitig die Sicherheit und den Datenschutz der Nutzer zu schützen. Die Debatte über die Rolle chinesischer Technologieunternehmen in westlichen Märkten wird voraussichtlich weitergehen, da die geopolitischen Spannungen anhalten.


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VPN-Apps mit chinesischen Verbindungen in US-App-Stores entdeckt
VPN-Apps mit chinesischen Verbindungen in US-App-Stores entdeckt (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)



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