MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – In einer neuen Studie wurde gezeigt, dass das Spielen von Virtual-Reality-Videospielen die kognitiven Fähigkeiten verbessern kann. Diese Erkenntnisse könnten insbesondere für weibliche Studierende von Bedeutung sein, die oft mit einem bewegungsarmen Lebensstil konfrontiert sind.
In einer kürzlich veröffentlichten Studie wurde untersucht, wie sich das Spielen von Virtual-Reality-Videospielen auf die kognitiven Fähigkeiten auswirkt. Die Forschung, die von einem Team um Mshari Alghadier an der Prince Sattam bin Abdulaziz University in Saudi-Arabien durchgeführt wurde, konzentrierte sich auf weibliche Universitätsstudentinnen, die einen überwiegend sitzenden Lebensstil führen. Die Ergebnisse zeigen, dass diese Form der digitalen Interaktion nicht nur unterhaltsam, sondern auch förderlich für die geistige Leistungsfähigkeit sein kann.
Die Untersuchung umfasste 44 Studentinnen, die in zwei Gruppen aufgeteilt wurden. Eine Gruppe spielte das rhythmusbasierte VR-Spiel Beat Saber, während die andere Gruppe inaktiv blieb. Vor und nach der Spielsitzung wurden die kognitiven Fähigkeiten der Teilnehmerinnen mit dem Montreal Cognitive Assessment (MoCA) getestet. Die Ergebnisse waren eindeutig: Die Spielerinnen zeigten signifikante Verbesserungen in Bereichen wie Benennung, Abstraktion und Orientierung.
Interessanterweise erreichte das Spiel moderate bis intensive körperliche Aktivität, gemessen in METs (Metabolische Äquivalente). Dies deutet darauf hin, dass VR-Spiele nicht nur eine kognitive, sondern auch eine körperliche Aktivierung bieten können. Diese Form der Aktivität könnte eine attraktive Alternative für Studierende darstellen, die Schwierigkeiten haben, traditionelle Formen der Bewegung in ihren Alltag zu integrieren.
Die Studie hebt hervor, dass insbesondere weibliche Studierende oft mit zusätzlichen Barrieren konfrontiert sind, die sie daran hindern, körperlich aktiv zu sein. Kulturelle Erwartungen und Zeitmangel sind nur einige der Herausforderungen, die es zu überwinden gilt. VR-Spiele könnten hier eine Lösung bieten, indem sie eine unterhaltsame und zugängliche Möglichkeit schaffen, sowohl körperlich als auch geistig aktiv zu bleiben.
Obwohl die Ergebnisse vielversprechend sind, weist die Studie auch auf einige Einschränkungen hin. So bleibt unklar, ob die positiven Effekte des VR-Spielens langfristig anhalten. Weitere Forschungen sind notwendig, um die Nachhaltigkeit dieser kognitiven Verbesserungen zu untersuchen und um zu verstehen, wie VR-Spiele in den Alltag von Studierenden integriert werden können.
Die Forschungsergebnisse könnten weitreichende Implikationen für die Entwicklung von Bildungs- und Gesundheitsprogrammen haben, die auf die Förderung der geistigen und körperlichen Gesundheit von Studierenden abzielen. In einer zunehmend digitalisierten Welt bieten VR-Spiele eine innovative Möglichkeit, traditionelle Barrieren zu überwinden und neue Wege der Interaktion und des Lernens zu eröffnen.
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