HANOI / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Angesichts der drohenden Handelszölle der USA unter der Führung von Donald Trump sucht Vietnam nach diplomatischen Lösungen, um die wirtschaftlichen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten zu stabilisieren.
Vietnam steht vor einer Herausforderung: Die drohenden Handelszölle der USA könnten die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern erheblich belasten. Präsident Donald Trump plant, neue Zölle auf Importe aus verschiedenen Ländern zu erheben, und Vietnam könnte davon besonders betroffen sein. Das Land hat in den letzten Jahren von der Verlagerung von Produktionsstätten aus China profitiert, was zu einem erheblichen Handelsdefizit mit den USA geführt hat.
Der vietnamesische Premierminister Pham Minh Chinh verfolgt jedoch einen diplomatischen Ansatz, um die Spannungen zu entschärfen. In einem humorvollen Kommentar bot er an, mit Trump in dessen Anwesen in Mar-a-Lago Golf zu spielen, um die Beziehungen zu verbessern. Diese Strategie erinnert an die Bemühungen des ehemaligen japanischen Premierministers Shinzo Abe, der eine persönliche Beziehung zu Trump aufbaute, um wirtschaftliche Vorteile für Japan zu sichern.
Vietnam hat bereits Maßnahmen ergriffen, um die Handelsbeziehungen zu den USA zu verbessern. So hat das Land kürzlich angekündigt, Zölle auf bestimmte US-Importe zu senken, darunter Energie und Autos. Zudem hat die vietnamesische Regierung dem Unternehmen SpaceX, das von Trumps Verbündetem Elon Musk geleitet wird, erlaubt, seinen Starlink-Satelliteninternetdienst im Land testweise zu betreiben. Diese Schritte sollen dazu beitragen, die Handelsbilanz zu verbessern und mögliche Zölle zu vermeiden.
Ein weiterer Faktor, der Vietnam in eine schwierige Lage bringt, ist die enge wirtschaftliche Verbindung zu China. Während die USA der größte Exportmarkt für Vietnam sind, ist China der größte Lieferant von Waren. Diese Abhängigkeit von China könnte Trump dazu veranlassen, Vietnam als Ziel für seine Handelspolitik ins Visier zu nehmen, insbesondere angesichts der Befürchtungen über die sogenannte “Transshipment”-Praxis, bei der chinesische Waren über Vietnam in die USA gelangen.
Die wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen Vietnam und den USA sind tiefgreifend. Zahlreiche US-Unternehmen, darunter Technologiegiganten wie Apple und Intel, haben ihre Produktionslinien nach Vietnam verlagert, um den Auswirkungen der US-China-Handelskonflikte zu entgehen. Eine Erhöhung der Zölle auf vietnamesische Waren könnte diese Unternehmen zwingen, ihre Strategien zu überdenken und möglicherweise Arbeitsplätze abzubauen.
Die Zukunft der Handelsbeziehungen zwischen Vietnam und den USA bleibt ungewiss. Während Vietnam versucht, durch diplomatische und wirtschaftliche Maßnahmen die Beziehungen zu stabilisieren, bleibt abzuwarten, ob diese Bemühungen ausreichen werden, um die drohenden Zölle abzuwenden. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Vietnam mit seiner “Bambus-Diplomatie” erfolgreich sein kann, indem es flexibel auf die Herausforderungen der internationalen Handelspolitik reagiert.
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