STUTTGART / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – In einer Zeit, in der die marode Infrastruktur Deutschlands zunehmend in den Fokus rückt, bietet das Stuttgarter Startup Vialytics eine innovative Lösung zur digitalen Erfassung und Instandhaltung von Straßennetzen. Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz und alltäglichen Geräten wie Smartphones wird die Erfassung von Straßenschäden effizienter und kostengünstiger gestaltet.
Die digitale Transformation der Straßenerhaltung hat mit Vialytics einen neuen Meilenstein erreicht. Das Unternehmen aus Stuttgart nutzt Künstliche Intelligenz, um den Zustand von Straßen effizient zu analysieren und zu dokumentieren. Anstatt auf traditionelle Methoden wie manuelle Begehungen zu setzen, verwendet Vialytics Smartphone-Kameras, die an Fahrzeugen wie Müllwagen montiert sind, um Straßenschäden zu erfassen. Diese Daten werden dann von einer speziell entwickelten KI analysiert, die Risse, Löcher und Verkehrsschilder erkennt und kategorisiert.
Die Idee, Smartphones zur automatisierten Straßenzustandsanalyse zu nutzen, wurde anfangs belächelt. Doch die Gründer Achim Hoth, Danilo Jovicic-Albrecht und Patrick Glaser haben es geschafft, ihr Unternehmen zu einem Vorzeigeprojekt im Bereich GovTech zu entwickeln. Mit über 100 Mitarbeitern und einer erfolgreichen Expansion in die USA hat Vialytics namhafte Investoren wie EnBW NewVentures und Scania Growth Capital überzeugt, die insgesamt mehr als 18 Millionen US-Dollar investiert haben.
Die Software von Vialytics erstellt einen digitalen Zwilling des Straßennetzes, der bereits von über 600 Kommunen in sieben Ländern genutzt wird. Diese digitale Karte ermöglicht es, alle relevanten Akteure in die Planung einzubeziehen und die Instandhaltung effizienter zu gestalten. Ein Kilometer Straßenerfassung kostet rund 100 Euro, was im Vergleich zu traditionellen Methoden ein Bruchteil der Kosten darstellt. Die Rückmeldequote ist entsprechend hoch: 95 % der Kommunen haben ihre Verträge verlängert.
Vialytics arbeitet bereits an der Erweiterung seiner Funktionen. Zukünftig sollen auch Fahrbahnmarkierungen erkannt und Anwohner über Baumaßnahmen informiert werden können. Diese Entwicklungen könnten die Plattform zur zentralen Schaltstelle für kommunale Instandhaltung machen. Ein Milliardenprogramm für Infrastruktur, das von der nächsten Bundesregierung vorbereitet wird, könnte den nächsten Schub für das Unternehmen bringen.
Doch die Frage bleibt, ob Vialytics langfristig gegen starre Verwaltungsprozesse, Datenschutzbedenken und politischen Stillstand bestehen kann. Auch der Wettbewerb durch die klassische Ingenieurbranche, die bislang die Standards gesetzt hat, könnte eine Herausforderung darstellen. Dennoch zeigt das Beispiel von Vialytics, dass innovative Ansätze im Bereich der Künstlichen Intelligenz und Digitalisierung das Potenzial haben, etablierte Strukturen zu verändern und neue Standards zu setzen.
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