MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Verbraucherstimmung in den USA hat sich im Februar 2025 deutlich verschlechtert, was auf zunehmende Sorgen über die Inflation zurückzuführen ist. Diese Entwicklung könnte weitreichende Auswirkungen auf die Wirtschaft haben.

Die Verbraucherstimmung in den USA hat im Februar 2025 einen deutlichen Rückgang verzeichnet. Laut den jüngsten Umfragen der University of Michigan ist der Index um fast 10% im Vergleich zum Vormonat gesunken. Diese Entwicklung spiegelt die wachsenden Sorgen der Verbraucher über die Inflation wider, die durch die jüngsten Tarifankündigungen weiter angeheizt wurden.

Der Rückgang der Verbraucherstimmung war über alle demografischen Gruppen hinweg zu beobachten, unabhängig von Alter, Einkommen oder Vermögen. Besonders stark betroffen war die Einschätzung der Kaufbedingungen für langlebige Güter, die um 19% einbrach. Dies ist teilweise auf die Befürchtung zurückzuführen, dass durch Zollerhöhungen bedingte Preissteigerungen bevorstehen.

Die Erwartungen der Verbraucher hinsichtlich ihrer persönlichen Finanzen und der kurzfristigen wirtschaftlichen Aussichten sind ebenfalls um fast 10% gesunken. Die langfristigen wirtschaftlichen Aussichten erreichten den niedrigsten Stand seit November 2023. Diese pessimistische Sichtweise wurde vor allem von Demokraten und Unabhängigen geteilt, während Republikaner ihre Einschätzungen unverändert ließen.

Ein wesentlicher Faktor für die Verschlechterung der Verbraucherstimmung sind die gestiegenen Inflationserwartungen. Verbraucher rechnen zunehmend mit einer Rückkehr der Inflation, was für die Wirtschaftspolitik problematisch werden könnte, wenn diese Erwartungen anhalten. Die Unsicherheit über die wirtschaftspolitischen Maßnahmen, insbesondere im Hinblick auf die Zölle, trägt zur Verunsicherung bei.

Die Ankündigung von Zöllen auf Importe aus China, Kanada und Mexiko Ende Januar führte zu einem sprunghaften Anstieg der Inflationserwartungen. Obwohl einige dieser Zölle schnell wieder ausgesetzt wurden, blieben die Erwartungen hoch, da weitere Zollerhöhungen angekündigt wurden.

Die Verbraucher äußerten auch Bedenken hinsichtlich der allgemeinen wirtschaftlichen Lage. Mehr als die Hälfte der Befragten erwartet einen Anstieg der Arbeitslosigkeit im kommenden Jahr, was die höchste Quote seit der Rezession während der Pandemie darstellt. Diese Unsicherheit spiegelt sich auch in der Einschätzung der persönlichen Finanzen wider, da fast 40% der Verbraucher hohe Preise für den Rückgang ihres Lebensstandards verantwortlich machen.

Der Consumer Sentiment Index fiel im Februar 2025 auf 64,7 Punkte, nach 71,7 Punkten im Januar und 76,9 Punkten im Februar des Vorjahres. Der Current Index sank auf 65,7 Punkte, während der Expectations Index auf 64,0 Punkte fiel. Diese Zahlen verdeutlichen die wachsende Besorgnis der Verbraucher über die wirtschaftliche Zukunft.

Die Umfragen der University of Michigan basieren auf einer national repräsentativen Stichprobe und werden monatlich durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Verbraucher zunehmend wirtschaftspolitische Entwicklungen in ihre Erwartungen einbeziehen, was die Bedeutung einer stabilen und vorhersehbaren Wirtschaftspolitik unterstreicht.

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Verbraucherstimmung sinkt aufgrund steigender Inflationssorgen
Verbraucherstimmung sinkt aufgrund steigender Inflationssorgen (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)



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