STOCKHOLM / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Eine neue Studie aus Schweden beleuchtet die Zusammenhänge zwischen antisozialem Verhalten bei Jugendlichen und einem erhöhten Substanzkonsum im Alter von 17 Jahren. Die Untersuchung zeigt, dass Jugendliche, die im Alter von 15 Jahren antisoziale Verhaltensweisen aufweisen, mit höherer Wahrscheinlichkeit Alkohol, Drogen oder Zigaretten konsumieren.
Die Ergebnisse der Studie, die in der Fachzeitschrift Addictive Behaviors veröffentlicht wurden, basieren auf einer Langzeituntersuchung von 3.817 schwedischen Jugendlichen. Die Forscher um Simon Jangard untersuchten, wie sich antisoziale und prosoziale Verhaltensweisen auf den späteren Konsum von Alkohol, Tabak und illegalen Drogen auswirken. Dabei konzentrierten sie sich auf zwei Arten von antisozialem Verhalten: Verhaltensprobleme und kriminelles Verhalten.
Antisoziale Verhaltensweisen umfassen Handlungen, die gesellschaftliche Normen verletzen und negative Auswirkungen auf andere oder die Gesellschaft haben können. Dazu gehören sowohl geringfügige Vergehen wie Lügen und Betrügen als auch schwerwiegendere Delikte wie Diebstahl und Gewalt. Im Gegensatz dazu sind prosoziale Verhaltensweisen darauf ausgerichtet, anderen zu helfen und die soziale Harmonie zu fördern.
Die Studie ergab, dass Jugendliche mit höheren Werten bei antisozialem Verhalten im Alter von 15 Jahren mit größerer Wahrscheinlichkeit im Alter von 17 Jahren Alkohol, Drogen und Zigaretten konsumierten. Zudem zeigten sie häufiger Symptome einer Alkoholabhängigkeit. Im Gegensatz dazu waren Jugendliche mit einem höheren Maß an globaler Prosozialität weniger geneigt, Symptome einer Alkoholabhängigkeit zu entwickeln oder Zigaretten und illegale Drogen zu konsumieren.
Interessanterweise war globale Prosozialität nicht mit der Wahrscheinlichkeit des Alkoholkonsums oder riskanten Trinkverhaltens verbunden. Teilnehmer mit höherem Vertrauen in andere Menschen und Institutionen waren jedoch weniger geneigt, Alkohol und Zigaretten zu konsumieren. Ein höheres institutionelles Vertrauen im Alter von 15 Jahren korrelierte auch mit einem geringeren Konsum von illegalen Drogen oder Snus, einer in Schweden verbreiteten Tabakform.
Die Forscher betonen, dass die sozialen Verhaltenssubtypen von Verhaltensproblemen, kriminellem Verhalten und Defiziten im institutionellen Vertrauen eine einzigartige Bedeutung bei der Vorhersage des späteren Substanzkonsums haben. Diese Erkenntnisse könnten wichtige Implikationen für Präventionsstrategien haben, die darauf abzielen, den Substanzkonsum bei Jugendlichen zu reduzieren.
Obwohl die Studie wertvolle Einblicke bietet, ist zu beachten, dass sie vollständig auf Selbstauskünften basiert, was zu Verzerrungen führen könnte. Dennoch unterstreichen die Ergebnisse die Bedeutung von Verhaltensweisen in der Jugend für die spätere Entwicklung von Substanzkonsumgewohnheiten.
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