MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Einführung variabler Netzentgelte in Deutschland markiert einen bedeutenden Schritt zur Senkung der Ladekosten für Elektroautobesitzer. Diese Maßnahme, die ab dem 1. April 2025 in Kraft tritt, ermöglicht es Haushalten, ihre Stromkosten durch die Nutzung von Zeiten mit niedriger Netzauslastung zu optimieren.
Die Bundesnetzagentur hat mit ihrem Beschluss BK9-22/010-A vom 23. November 2023 den Weg für flexible Netzentgelte geebnet. Diese Neuerung erlaubt es, die Netzentgelte je nach Netzauslastung oder Stromangebot variabel zu gestalten. Ziel ist es, die Attraktivität der Nutzung von Zeiten mit hohem Stromangebot zu erhöhen und damit die Kosten für das Laden von Elektroautos zu senken.
Bislang waren die Netzentgelte ein fixer Bestandteil des Strompreises, der etwa 22 bis 28 Prozent ausmachte. Selbst Kunden mit dynamischen Strompreisen profitierten nicht von variablen Netzentgelten. Mit der neuen Regelung können Haushalte, die über eine steuerbare Verbrauchseinrichtung wie eine Wärmepumpe oder ein Elektroauto verfügen, von den Vorteilen zeitvariabler Netzentgelte profitieren.
Das sogenannte netzdienliche Laden spielt eine zentrale Rolle bei der Stabilisierung des Stromnetzes. Durch die gezielte Nutzung von Stromüberschüssen können die Einsatzzeiten fossiler Spitzenlastkraftwerke reduziert werden. Dies könnte langfristig zur Stilllegung solcher Kraftwerke führen, die häufig mit fossilem Gas betrieben werden.
Nach Paragraph 14a des Energiewirtschaftsgesetzes haben Netzbetreiber bereits die Möglichkeit, Maßnahmen zur Sicherung der Netzstabilität zu ergreifen. Intelligente Zähler mit Smart Meter Gateway ermöglichen es, den Stromverbrauch von Geräten wie Wallboxen oder Wärmepumpen zu steuern. Diese können für maximal zwei Stunden am Tag auf 4,2 kW gedrosselt werden, was den Haushalten einen Rabatt auf den Strompreis einbringt.
Die Einführung variabler Netzentgelte ist ein wichtiger Schritt zur Digitalisierung des deutschen Stromnetzes. Derzeit liegt der Digitalisierungsgrad hinter dem vieler europäischer Länder zurück. Bis Ende 2028 sollen mindestens 50 Prozent der Messstellen mit intelligenten Messsystemen ausgestattet sein, bis 2030 mindestens 95 Prozent.
Ein weiterer Schritt in der Entwicklung könnte die Förderung des bidirektionalen Ladens sein. Dies würde es Netzbetreibern ermöglichen, angeschlossene Elektroautos zur kurzfristigen Netzstabilisierung zu nutzen. Das Bundeswirtschaftsministerium hat bereits Pläne in dieser Richtung, jedoch ist ein konkreter Zeitplan noch nicht bekannt.
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