MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Einführung variabler Netzentgelte könnte die Stromkosten für Elektroautobesitzer erheblich senken. Ab dem 1. April 2025 haben Haushalte in Deutschland die Möglichkeit, von diesen flexiblen Tarifen zu profitieren, die auf der aktuellen Netzauslastung basieren.
Die Bundesnetzagentur hat mit ihrem Beschluss BK9-22/010-A vom November 2023 den Weg für variable Netzentgelte geebnet. Diese neue Regelung erlaubt es, die Netzentgelte je nach Auslastung des Stromnetzes flexibel zu gestalten. Ziel ist es, die Nutzung von Stromüberschüssen zu fördern und damit die Kosten für das Laden von Elektroautos zu senken. Bisher waren die Netzentgelte ein fixer Bestandteil des Strompreises, der selbst bei dynamischen Stromtarifen unverändert blieb.
Durch die Einführung dieser variablen Netzentgelte wird das sogenannte netzdienliche Laden attraktiver. Elektroautos und andere steuerbare Verbrauchseinrichtungen wie Wärmepumpen können nun gezielt dann betrieben werden, wenn ein Überschuss an erneuerbarer Energie im Netz vorhanden ist. Dies trägt dazu bei, die Einsatzzeiten von Spitzenlastkraftwerken zu reduzieren, die oft mit fossilen Brennstoffen betrieben werden. Langfristig könnten einige dieser Kraftwerke sogar stillgelegt werden, was einen weiteren Beitrag zur Reduzierung von CO2-Emissionen leisten würde.
Die technische Umsetzung dieser Regelung erfordert jedoch eine gewisse Infrastruktur. Haushalte müssen mit intelligenten Zählern ausgestattet sein, die den Stromverbrauch in Echtzeit erfassen können. Diese Zähler sind mit einem Smart Meter Gateway verbunden, das es den Netzbetreibern ermöglicht, den Stromverbrauch zu steuern. Bei Bedarf kann der Stromfluss zu bestimmten Geräten, wie etwa Wallboxen, für bis zu zwei Stunden am Tag gedrosselt werden. Im Gegenzug erhalten die Kunden einen Rabatt auf ihre Stromrechnung.
Die Einführung dieser Technologie ist ein wichtiger Schritt in Richtung eines digitalisierten Stromnetzes in Deutschland. Derzeit liegt der Digitalisierungsgrad des deutschen Stromnetzes hinter dem vieler anderer europäischer Länder zurück. Bis Ende 2028 sollen mindestens 50 Prozent der Messstellen mit intelligenten Messsystemen ausgestattet sein, bis 2030 sogar 95 Prozent. Diese Modernisierung ist entscheidend, um die Vorteile der variablen Netzentgelte voll ausschöpfen zu können.
Ein weiterer Schritt in der Entwicklung könnte die Förderung des bidirektionalen Ladens sein. Hierbei könnten Elektroautos nicht nur Strom aus dem Netz beziehen, sondern auch überschüssigen Strom zurückspeisen, um das Netz zu stabilisieren. Dies würde den Besitzern von Elektroautos zusätzliche finanzielle Anreize bieten, da sie von den Netzentgelten befreit werden könnten. Das Bundeswirtschaftsministerium hat bereits Pläne in diese Richtung, jedoch ist ein konkreter Zeitplan noch nicht bekannt.
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