MADRID / PARIS / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die jüngsten Spannungen zwischen den USA und Europa haben eine neue Dimension erreicht, da Spanien und Frankreich gegen die US-amerikanischen Forderungen protestieren, auf Gleichstellungs- und Diversitätsprogramme zu verzichten.
Die transatlantischen Beziehungen sind erneut angespannt, nachdem Berichte aufgetaucht sind, dass die US-Regierung unter Donald Trump europäische Unternehmen dazu drängt, ihre Gleichstellungs- und Diversitätsinitiativen aufzugeben. Diese Forderungen stoßen in Europa auf erheblichen Widerstand, insbesondere in Spanien und Frankreich, die ihre gesetzlichen Normen und Werte bedroht sehen.
In Spanien hat das Arbeitsministerium unter der Leitung von Ministerin Yolanda Díaz deutlich gemacht, dass solche Forderungen einen klaren Verstoß gegen die spanische Gesetzgebung darstellen. Spanische Unternehmen sind gesetzlich verpflichtet, Gleichstellung und Diversität zu fördern, und die Regierung betont, dass der Zugang zum US-Markt nicht auf Kosten dieser Prinzipien erkauft werden kann.
Auch Frankreich hat sich entschieden gegen die US-amerikanischen Forderungen gestellt. Das französische Ministerium für Außenhandel hat die Einflussnahme der USA auf die Unternehmensrichtlinien als inakzeptabel bezeichnet. Frankreich sieht in den Drohungen der USA, Strafzölle zu verhängen, einen Angriff auf die Souveränität seiner Unternehmenspolitik.
Die Trump-Administration hatte zuvor angekündigt, diskriminierende Programme in Bundesbehörden abzuschaffen. Diese Haltung scheint sich nun auf internationale Unternehmen auszudehnen, was zu einer Verschärfung der Spannungen zwischen den USA und Europa führt. Die französische Zeitung “Le Figaro” berichtete, dass US-Botschaften in Europa Briefe an Unternehmen verschickt haben, in denen sie aufgefordert werden, ihre Diversitätsprogramme zu überdenken.
Während die USA ihre Position noch nicht offiziell kommentiert haben, bleibt die Reaktion in Deutschland bisher verhalten. Das Bundeswirtschaftsministerium hat erklärt, dass solche Schreiben in Deutschland nicht bekannt sind. Dennoch beobachten deutsche Unternehmen die Entwicklungen mit Sorge, da sie mögliche Auswirkungen auf ihre Geschäftsbeziehungen mit den USA befürchten.
Die Auseinandersetzung um Unternehmensrichtlinien könnte weitreichende Folgen für die transatlantischen Handelsbeziehungen haben. Experten warnen, dass eine Eskalation des Konflikts zu einem Handelskrieg führen könnte, der nicht nur die betroffenen Unternehmen, sondern auch die gesamte Wirtschaft beider Kontinente belasten würde.
In der Zwischenzeit bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickelt. Sowohl Spanien als auch Frankreich haben angekündigt, ihre Positionen in internationalen Foren zu verteidigen und sich für den Erhalt ihrer Unternehmensrichtlinien einzusetzen. Die kommenden Wochen könnten entscheidend dafür sein, wie sich die transatlantischen Beziehungen in Zukunft gestalten werden.
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