WASHINGTON D.C. / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Einführung neuer US-Zölle sorgt für Unruhe in der globalen Elektronikbranche. Obwohl Halbleiter offiziell von den Zöllen ausgenommen sind, könnten die Preise für PC-Komponenten in den USA dennoch steigen.

Die jüngste Ankündigung der US-Regierung, ab dem 5. April 2025 neue Zölle einzuführen, hat weltweit für Aufsehen gesorgt. Während Halbleiterprodukte offiziell von diesen Zöllen ausgenommen sind, bleibt unklar, wie sich dies auf die Preise von PC-Komponenten auswirken wird. Die USA haben beschlossen, auf Importe aus den meisten Ländern einen Basiszoll von 10 Prozent zu erheben, wobei einige asiatische Länder, die für die Elektronikproduktion von Bedeutung sind, noch höhere Zölle zahlen müssen. Taiwan, China und Vietnam sind hiervon besonders betroffen, mit Zollsätzen von 32, 34 und 46 Prozent.

Die Entscheidung, Halbleiter von den Zöllen auszunehmen, könnte auf den ersten Blick beruhigend wirken. Doch die Definition dessen, was als Halbleiterprodukt gilt, ist unklar. Ein Mainboard mit einem Chipsatz könnte beispielsweise nicht als Halbleiterprodukt angesehen werden, was zu höheren Preisen führen könnte. Besonders betroffen sind Produkte, die Aluminium enthalten, wie Grafikkarten und PC-Gehäuse. Hier greifen die neuen 25-prozentigen Aluminiumzölle, die auf den Gesamtpreis der Produkte angerechnet werden, da der Aluminiumanteil nicht separat deklariert wird.

Die Auswirkungen dieser Zölle könnten weitreichend sein. Hersteller und Händler könnten gezwungen sein, die zusätzlichen Kosten an die Verbraucher weiterzugeben, was zu einem Anstieg der Preise für PC-Komponenten führen könnte. Besonders betroffen sind Produkte, die keinen Chips enthalten, wie PC-Gehäuse. Ein Aluminiumgehäuse aus China könnte beispielsweise mit einem Gesamtzoll von 59 Prozent belastet werden.

Zusätzlich zu den neuen Zöllen drohen weitere Belastungen durch die sogenannten “China Section 301 Tariffs”, die 2018 eingeführt wurden und bisher jährlich ausgesetzt wurden. Sollte diese Aussetzung nicht verlängert werden, könnten die Zölle auf bestimmte Produkte um weitere 25 Prozent steigen. Dies würde die Preise für viele Grafikkarten und Mainboards erheblich erhöhen und auch die Kosten für KI-Rechenzentren in die Höhe treiben.

Die US-Zollpolitik könnte auch Auswirkungen auf die europäische Elektronikbranche haben. Obwohl die neuen Zölle zunächst nur für US-Kunden gelten, könnten Hersteller die Mehrkosten global verteilen, was auch in Europa zu höheren Preisen führen könnte. Die Europäische Union sieht sich bereits mit pauschalen Zöllen von 20 Prozent konfrontiert, was die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen weiter unter Druck setzen könnte.

Die Entwicklungen zeigen, dass die US-Regierung unter Präsident Donald Trump weiterhin eine aggressive Handelspolitik verfolgt, die insbesondere die asiatische Elektronikindustrie ins Visier nimmt. Experten warnen, dass weitere länder- oder produktspezifische Zölle folgen könnten, die die Preise für Grafikkarten und Prozessoren weiter in die Höhe treiben würden. Die gesamte Elektronikbranche steht vor einer ungewissen Zukunft, in der die Kosten für Verbraucher und Unternehmen gleichermaßen steigen könnten.

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US-Zollpolitik: Auswirkungen auf die Elektronikbranche
US-Zollpolitik: Auswirkungen auf die Elektronikbranche (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)



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