NEW YORK / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die jüngsten Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump über neue Importzölle haben die Finanzmärkte erneut in Aufruhr versetzt. Besonders betroffen sind Waren aus Mexiko und Kanada, die ab April mit zusätzlichen Zöllen belegt werden sollen. Auch die Europäische Union könnte bald von ähnlichen Maßnahmen betroffen sein.



Die Ankündigung von Importzöllen durch US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch die Investoren erneut verunsichert. Der Leitindex Dow Jones Industrial, der anfangs noch zulegen konnte, drehte ins Minus und fiel zuletzt um 0,6 Prozent auf 43.368 Punkte. Trump sagte, die Importzölle auf Waren aus Mexiko und Kanada würden Anfang April in Kraft treten. Zudem erneuerte Trump die Ankündigung, Importzölle auch auf Waren aus der Europäischen Union zu erheben.

Der marktbreite S&P 500 lag mit 0,2 Prozent im Minus bei 5.943 Zählern. Er war am Montag unter die Marke von 6.000 Punkten gefallen. Der zuletzt schwache NASDAQ 100 trat mit 21.086 Punkten auf der Stelle. Daneben richtet sich das Interesse an den US-Börsen besonders auf die Quartalsbilanz und Prognosen von NVIDIA. Sie dürften entscheidend dafür sein, ob das Thema Künstliche Intelligenz seinen Status als Antreiber an den US-Börsen zurückgewinnen kann. Bis auf Meta (Meta Platforms (ex Facebook)) haben die sogenannten Glorreichen Sieben, Aktienschwergewichte aus der Tech-Welt, in diesem Jahr alle Kursverluste vorzuweisen. NVIDIA erholten sich am Mittwoch mit plus 2,7 Prozent etwas von dem jüngsten Kursrutsch.

Die Zahlen und der Ausblick des KI-Champions hätten das Potenzial, „den gesamten Markt in Wallung zu bringen“, schrieben die Experten von Index-Radar, das nicht zuletzt angesichts einer hohen Gewichtung der Aktie in den Indizes. „Die ehemals unerschütterlichen Tech-Giganten senden Ermüdungssignale“, hieß es weiter, auch mit Blick auf die zuletzt besonders stark abgerutschten Tesla-Aktien. Diese rutschten am Mittwoch auf den tiefsten Stand seit Anfang November.

Neben NVIDIA machten einige Technologiewerte positiv auf sich aufmerksam. So stiegen Aktien des Cloud-Software-Spezialisten Workday (Workday A) um 6,5 Prozent nach starken Quartalszahlen. Dies galt auch bei dem Datensoftware-Anbieter Zoominfo (ZoomInfo Technologies), dessen Kurs sogar um 22 Prozent nach oben schnellte.

Der Kurs von Super Micro (Super Micro Computer) sprang um 13 Prozent nach oben. Das Unternehmen war 2024 erst als KI-Gewinner gefeiert wurde, dann aber Vorwürfen hinsichtlich der Geschäftsführung ausgesetzt worden. Wie es nun hieß, wurden erforderliche Finanzberichte noch fristgemäß bei der Börsenaufsicht SEC eingereicht. Am Markt sorgte das für Erleichterung, da ein drohender Ausschluss von der Nasdaq-Börse womöglich vermieden werden kann.

Abseits der Tech-Werte gewannen die Aktien von General Motors 3,7 Prozent. Der Autobauer plant, die Rückkäufe eigener Aktien um sechs Milliarden Dollar auszuweiten und gleichzeitig seine Dividende zu erhöhen. Damit will das Unternehmen Investoren bei Laune halten.

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US-Zollankündigungen belasten Märkte, NVIDIA bleibt stabil
US-Zollankündigungen belasten Märkte, NVIDIA bleibt stabil (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)

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