NEW YORK / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die jüngsten Ankündigungen von US-Zöllen auf kanadische und mexikanische Produkte haben die Finanzmärkte in Aufruhr versetzt. Während die amerikanischen Indizes gemischte Ergebnisse zeigten, gerieten insbesondere die Halbleiteraktien unter Druck. Die Ankündigung von Donald Trump, ab dem 4. März Zölle von 25 % zu erheben, sorgte für Spekulationen am Devisenmarkt und beeinflusste die Stimmung der Anleger weltweit.



Die jüngsten Entwicklungen an den Finanzmärkten sind von Unsicherheit geprägt, insbesondere nach der Ankündigung neuer US-Zölle auf Produkte aus Kanada und Mexiko. Diese Maßnahme, die von Donald Trump mit der unzureichenden Bekämpfung des Drogenschmuggels begründet wurde, hat die Märkte in Aufruhr versetzt. Der S&P 500 zeigte sich nach einem schwachen Start stabil, während der Dow Jones um 0,7 % zulegte. Im Gegensatz dazu fiel der Nasdaq 100 um 0,5 %, was vor allem auf die schwache Performance der Halbleiteraktien zurückzuführen ist.

Besonders betroffen war Nvidia, dessen Quartalszahlen zwar die Erwartungen übertrafen, jedoch mit einem vorsichtigen Ausblick auf das kommende Quartal die Anleger verunsicherten. Die Aktie des Unternehmens fiel um 2,5 %, nachdem sie zuvor einen Rückgang von 4 % verzeichnet hatte. Diese Entwicklung wirkte sich auch auf andere Technologiewerte aus, darunter Salesforce und TSMC, die ebenfalls Verluste hinnehmen mussten.

Die Ankündigung der Zölle hatte auch Auswirkungen auf den Devisenmarkt. Der US-Dollar legte zu, was den USD-Index um 0,7 % steigen ließ. Der Euro fiel auf den niedrigsten Stand des Jahres, was die Unsicherheit in Europa widerspiegelt. Auch der Neuseeland-Dollar und der australische Dollar verloren gegenüber dem US-Dollar an Wert.

In Europa schlossen die Börsen im Minus, wobei der DAX mit einem Rückgang von über 1 % den größten Verlust verzeichnete. Die schwache Stimmung wurde durch die Spekulationen über mögliche Zölle auf EU-Produkte weiter angeheizt. Die Europäische Zentralbank verfolgt weiterhin einen vorsichtigen Ansatz bei Zinssenkungen, was die Aktienkurse seit Jahresbeginn in die Höhe trieb.

Die Rohstoffmärkte zeigten ebenfalls Bewegung. Gold setzte seine Korrektur fort und fiel um 1,06 % auf 2.885 $ pro Unze. Auch Silber, Palladium und Platin verzeichneten Rückgänge. Im Gegensatz dazu stiegen die Ölpreise, wobei die Brent- und WTI-Futures um 2,25 % bzw. 2,5 % zulegten.

Die wirtschaftlichen Daten aus den USA traten angesichts der Zollankündigung in den Hintergrund. Das BIP wuchs wie erwartet um 2,3 %, jedoch lagen die Verbraucherausgaben leicht unter den Prognosen. Die Aufträge für langlebige Güter stiegen im Januar um 3,1 %, was die Erwartungen übertraf. Die Zahl der neuen Arbeitslosenanträge stieg auf 242.000, was den höchsten Wert in diesem Jahr darstellt.

Die Auswirkungen der Zölle auf die globalen Märkte sind noch nicht vollständig abzusehen. Analysten warnen vor einer weiteren Verschärfung der Handelsbeziehungen, die die wirtschaftliche Erholung nach der Pandemie beeinträchtigen könnte. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie sich die Märkte an die neuen Gegebenheiten anpassen und welche weiteren Maßnahmen von den betroffenen Ländern ergriffen werden.

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US-Zölle und schwache Halbleiterprognosen belasten Märkte
US-Zölle und schwache Halbleiterprognosen belasten Märkte (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)

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