FRANKFURT / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die jüngsten Entscheidungen der US-Notenbank Fed haben die Hoffnungen auf eine Jahresendrallye am deutschen Aktienmarkt erheblich getrübt. Mit unerwartet geringen Zinssenkungen setzt die Fed ein Zeichen, das die Märkte weltweit beeinflusst.



Die US-Notenbank Fed hat mit ihrer jüngsten Entscheidung, die Zinssätze nur geringfügig zu senken, die Erwartungen vieler Anleger enttäuscht. Diese Maßnahme, die auf anhaltende Inflationssorgen zurückzuführen ist, hat zu einem deutlichen Rückgang der Aktienkurse geführt, insbesondere im Technologiesektor. Der DAX, der deutsche Leitindex, wird unterhalb der psychologisch wichtigen 20.000-Punkte-Marke erwartet, was einen Rückgang von 1,2 Prozent bedeutet. Auch der EuroStoxx 50, der Leitindex der Eurozone, steht vor einem ähnlichen Schicksal mit einem prognostizierten Verlust von 1,5 Prozent.

Die Ankündigung der Fed, im kommenden Jahr weniger Zinssenkungen als erwartet vorzunehmen, hat die Märkte an der Wall Street erheblich belastet. Besonders die Technologiebörse Nasdaq verzeichnete starke Verluste. Der Dow Jones Industrial setzte seinen Verlustlauf fort und verzeichnete den zehnten Verlusttag in Folge. Diese Entwicklungen zeigen, wie stark die Märkte auf die Zinspolitik der Fed reagieren.

Ein weiterer wichtiger Faktor in dieser Woche ist der große Verfallstag am Freitag, an dem Futures und Optionen auf die Hauptindizes auslaufen. Der DAX wird sich dabei mit der bedeutenden 20.000-Punkte-Schwelle konfrontiert sehen, was zusätzliche Volatilität in den Markt bringen könnte.

Im Technologiebereich sorgten die enttäuschenden Gewinn- und Umsatzaussichten von Micron Technology für erhebliche Kursverluste. Dies führte zu negativen Reaktionen bei Chip-Aktien in Asien und könnte auch europäische Technologiewerte in Mitleidenschaft ziehen. In Deutschland rutschten Infineon und Aixtron auf Tradegate deutlich ab, was die Unsicherheit im Markt widerspiegelt.

Auch andere Branchen blieben nicht verschont: Munich Re verlor an Boden, nachdem UBS ihre Kaufempfehlung zurückzog. Analysten führten dies auf eine inzwischen angemessene Bewertung sowie Preisrisiken in der anstehenden Erneuerungsrunde zurück. Diese Entwicklungen zeigen, wie breit gefächert die Auswirkungen der Zinspolitik der Fed sind.

Einen Lichtblick bot jedoch Douglas. Der Börsenrückkehrer verzeichnete nach Veröffentlichung seiner Geschäftszahlen und positiven Ausblicken auf das Geschäftsjahr 2024/25 einen Kursanstieg. Analysten lobten den Auftakt als ermutigend, was zeigt, dass es trotz der allgemeinen Marktunsicherheit auch positive Entwicklungen gibt.

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US-Zinsentscheidungen belasten DAX: Technologiewerte unter Druck
US-Zinsentscheidungen belasten DAX: Technologiewerte unter Druck (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)

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