WASHINGTON / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die US-Wirtschaft zeigt sich widerstandsfähig, während die Federal Reserve ihre Geldpolitik lockert und die Zinssätze senkt. Dies geschieht vor dem Hintergrund einer sinkenden Inflation, die sich dem Ziel der Fed annähert.
Die Federal Reserve hat in den letzten Monaten eine Lockerung ihrer Geldpolitik eingeleitet, was auf eine Rückkehr zu niedrigeren Zinssätzen hindeutet. Diese Entscheidung kommt, nachdem die Inflation im Oktober 2024 auf 2,6% gesunken ist, was nahe am Ziel der Fed von 2% liegt. Die Zinssätze wurden bereits im September und November 2024 gesenkt, und es wird erwartet, dass weitere Schritte folgen könnten.
In den Jahren 2022 bis 2023 sah sich die US-Zentralbank mit einer hohen Inflation konfrontiert, die durch die COVID-19-Pandemie und die damit verbundenen wirtschaftlichen Turbulenzen ausgelöst wurde. Die Regierung hatte damals Billionen Dollar in die Wirtschaft gepumpt, um die Auswirkungen der Pandemie abzufedern, was zu einem Anstieg der Verbraucherpreise führte. Der Verbraucherpreisindex (CPI) erreichte 2022 einen Höchststand von 8%.
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich seitdem verbessert. Die globale Lieferkettensituation hat sich weitgehend entspannt, was zu einem Rückgang der Inflation führte. Dies ermöglichte der Fed, die Federal Funds Rate im September um 50 Basispunkte und im November um weitere 25 Basispunkte zu senken. Prognosen von Bloomberg und das FedWatch-Tool der CME Group deuten darauf hin, dass im Jahr 2025 weitere Zinssenkungen folgen könnten.
Erstaunlicherweise zeigt die US-Wirtschaft trotz der zuvor hohen Zinsen eine starke Erholung. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im dritten Quartal 2024 um 2,8% im Jahresvergleich, was den 10-Jahres-Durchschnitt deutlich übertrifft. Diese Entwicklung unterstreicht die Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft und die Wirksamkeit der geldpolitischen Maßnahmen der Fed.
Die Zinspolitik der Fed hat weitreichende Auswirkungen auf die US-Wirtschaft und den globalen Finanzmarkt. Die Senkung der Zinssätze könnte die Kreditaufnahme erleichtern und Investitionen ankurbeln, was wiederum das Wirtschaftswachstum fördern könnte. Gleichzeitig bleibt die Fed wachsam gegenüber möglichen Inflationsrisiken, die durch externe Faktoren wie geopolitische Spannungen oder unerwartete wirtschaftliche Schocks entstehen könnten.
Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um zu beobachten, wie sich die US-Wirtschaft weiterentwickelt und ob die Fed ihre Zinspolitik weiter anpassen wird. Die Sitzung am 17. und 18. Dezember könnte weitere Hinweise auf die zukünftige Richtung der Geldpolitik geben. Analysten und Marktteilnehmer werden diese Entwicklungen genau verfolgen, um ihre Strategien entsprechend anzupassen.
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