WASHINGTON / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – In den letzten Tagen vor Ablauf der Frist für die Veräußerung oder Schließung von TikTok in den USA intensivieren sich die Bemühungen um eine US-geführte Übernahme der beliebten Video-App. Die Trump-Administration drängt darauf, den Betrieb der App unter amerikanischer Kontrolle zu sichern.
Die Gespräche um die Zukunft von TikTok in den USA haben eine neue Intensität erreicht, da die Frist für eine Entscheidung über die Veräußerung oder Schließung der App näher rückt. Im Mittelpunkt steht ein Konsortium, das von Oracle und AppLovin angeführt wird, um die Kontrolle über die App zu übernehmen und sie unter amerikanischer Aufsicht weiterzuführen. Präsident Donald Trump wurde über ein mögliches Angebot informiert, das die Beteiligung von Unternehmen wie Oracle, AppLovin und Investoren wie Blackstone, Silver Lake und BlackRock umfasst.
Oracle, ein führender Anbieter von Cloud-Lösungen, soll als technischer Betreiber fungieren und gemeinsam mit einer Gruppe von US-Investoren ein Angebot für ByteDance, den Mutterkonzern von TikTok, vorbereiten. Dabei geht es nicht nur um die Kontrolle über Nutzerdaten, sondern auch um den Schutz vor chinesischem Einfluss, ein zentrales Anliegen der Trump-Administration. Präsident Trump hat sich bisher nicht öffentlich zu diesem Konsortiumsmodell geäußert.
Parallel dazu hat AppLovin, ein Spezialist für Werbetechnologie, ein eigenes Übernahmeangebot eingereicht. Das Unternehmen, dessen Marktwert auf rund 100 Milliarden US-Dollar geschätzt wird, argumentiert mit Aspekten der nationalen Sicherheit und Wirtschaftsförderung. Unterstützt wird AppLovin von dem Casinounternehmer Steve Wynn, der sich bereit erklärt hat, Teile der Finanzierung zu übernehmen.
Auch Amazon hat in letzter Minute ein Gebot abgegeben, das direkt an Vizepräsident JD Vance und Handelsminister Howard Lutnick adressiert wurde. Im Weißen Haus wird Amazons Einstieg jedoch als wenig aussichtsreich angesehen. Der Konzern wollte sich auf Anfrage nicht äußern.
China steht einem Verkauf grundsätzlich offen gegenüber, knüpft seine Zustimmung jedoch an weitergehende Zugeständnisse der USA, insbesondere im Bereich Zölle. Präsident Trump hatte kürzlich eine weitere Eskalationsstufe im Handelsstreit gezündet und zusätzliche 34 Prozent Importzoll auf chinesische Waren angekündigt. Gleichzeitig deutete er an, dass die TikTok-Verhandlungen als Teil einer umfassenderen strategischen Neuordnung der Wirtschaftsbeziehungen mit Peking gesehen werden könnten.
Im Weißen Haus nahmen an dem Treffen unter anderem Sicherheitsberater Mike Waltz, Geheimdienstchefin Tulsi Gabbard sowie Investorenvertreter teil. Über die operative Ausgestaltung einer möglichen Lösung herrscht noch Unklarheit. Klar ist jedoch: TikToks Zukunft in den USA entscheidet sich in diesen Tagen nicht mehr im App Store, sondern auf höchster politischer Ebene.
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