PARIS / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die jüngsten Maßnahmen der US-Regierung unter Donald Trump sorgen für erhebliche Spannungen zwischen den USA und Europa. Die US-Botschaft in Paris hat französische Unternehmen aufgefordert, sich an Trumps Anti-Woke-Dekret zu halten, was in Europa als direkter Angriff auf die wirtschaftliche Souveränität und die Werte der Vielfalt und Inklusion wahrgenommen wird.
Die US-Regierung unter Donald Trump hat einen neuen außenpolitischen Kurs eingeschlagen, der europäische Unternehmen in Bedrängnis bringt. Die US-Botschaft in Paris hat Dutzende französische Unternehmen angeschrieben und sie aufgefordert, schriftlich zu bestätigen, dass sie keine Programme zur Förderung von Diversität, Gleichstellung und Inklusion betreiben. Diese Forderung ist Teil von Trumps Anti-Woke-Dekret, das ursprünglich in den USA eingeführt wurde, um sogenannte Wokeness zu bekämpfen.
Die Reaktionen in Frankreich sind gemischt. Während die Regierung offiziell zurückhaltend bleibt, ist hinter den Kulissen die Empörung groß. Ein Unternehmensvertreter äußerte gegenüber einer führenden Wirtschaftszeitung, dass er das Schreiben zunächst für eine Fälschung hielt. Die französische Regierung hat jedoch signalisiert, dass solche Praktiken nicht den Werten Frankreichs entsprechen und man dies Washington deutlich machen wolle.
Trumps Vorgehen wird als außenpolitischer Tabubruch betrachtet, da es europäische Unternehmen unter Druck setzt, sich den US-Vorgaben zu beugen, um weiterhin Zugang zum US-Markt zu haben. Dies betrifft insbesondere Unternehmen, die mit US-Behörden zusammenarbeiten oder öffentliche Aufträge erhalten wollen. Der Druck auf französische Unternehmen ist Teil einer größeren Strategie, die auch die Einführung neuer Strafzölle auf europäische Produkte wie Autos und Pharmazeutika umfasst.
In Europa sind Programme zur Förderung von Vielfalt und Chancengleichheit nicht nur üblich, sondern oft gesetzlich verankert. Trumps Dekret steht damit im direkten Widerspruch zu europäischen Gleichstellungsnormen. Viele international tätige Unternehmen versuchen, eine Doppeltaktik zu fahren: In den USA werden Begriffe wie LGBTQ, Diversity und Inclusion aus Geschäftsberichten gestrichen, während sie in Europa bestehen bleiben.
Der Vorstoß gegen französische Firmen ist Teil eines breiteren Handelskonflikts, der auch ideologische Komponenten umfasst. Trump hat wiederholt betont, dass Europa auf Kosten der USA profitiere und dass das bestehende System ungerecht sei. Diese Rhetorik wird von seinem Vizepräsidenten J.D. Vance unterstützt, der in geleakten Nachrichten davon sprach, die Europäer nicht länger retten zu wollen.
Die Unsicherheit für internationale Konzerne ist groß. Unternehmen mit DEI-Initiativen stehen plötzlich im Fokus der amerikanischen Außenpolitik. Wer in Europa geltendes Recht befolgt, riskiert Sanktionen aus Washington. Wer sich dem Druck beugt, verliert an gesellschaftlicher Glaubwürdigkeit und möglicherweise an Personal, das auf Werteorientierung achtet.
Dieser Konflikt stellt Europa vor die Frage, wie souverän der Kontinent wirtschaftlich wirklich ist, wenn ein Partnerland über wirtschaftspolitische Hebel ideologische Vorgaben erzwingt. Die EU-Kommission hat sich bisher nicht geäußert, doch der Fall könnte schnell zur grundsätzlichen Debatte über transatlantische Wirtschaftsbeziehungen werden.
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