NEW YORK / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die US-Börsen erleben derzeit einen Höhenflug, der jedoch zunehmend auf wackeligen Beinen steht. Experten warnen vor einer Überbewertung des Marktes, die an die Dotcom-Blase erinnert.

Die US-Börsen verzeichnen seit Monaten einen beeindruckenden Aufwärtstrend, der von einer Mischung aus KI-Euphorie und der Hoffnung auf Zinssenkungen angetrieben wird. Doch trotz der positiven Stimmung mehren sich die Anzeichen für eine Überbewertung des Marktes. Der berühmte Buffett-Index, der das Verhältnis der gesamten US-Marktkapitalisierung zum Bruttoinlandsprodukt misst, hat einen Wert von über 2,0 erreicht. Dies ist doppelt so hoch wie der historische Durchschnitt und erinnert an die Zeit kurz vor dem Platzen der Tech-Blase zur Jahrtausendwende.

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist die politische Lage in den USA. Präsident Donald Trump hat mit sprunghaften Zollankündigungen für Verunsicherung gesorgt. Strafzölle auf Waren aus Kanada und Mexiko wurden eingeführt und teilweise wieder zurückgenommen, während neue Maßnahmen gegen die EU angekündigt wurden. Diese Unruhe führt zu nervösen Märkten und schwankenden Kursen, was die Risikoaversion bei institutionellen Investoren erhöht.

Besonders alarmierend ist die Analyse von Troy Ludtka, einem leitenden Volkswirt bei SMBC Nikko Securities Americas. Er weist auf zwei wenig beachtete, aber historisch zuverlässige Indikatoren hin: das Verhältnis von Gewinnmultiplikatoren zur Kerninflation und das Verhältnis von S&P 500 zur Geldmenge M2. Beide Indikatoren zeigen derzeit extreme Werte, die auf eine mögliche Marktverzerrung hinweisen.

Die Parallelen zur Dotcom-Ära sind nicht zu übersehen. Damals wie heute glaubten viele an eine neue Ära, in der klassische Bewertungsmaßstäbe ausgedient hätten. Doch Märkte folgen langfristig den Realitäten und nicht den Erzählungen. Die Kombination aus hoher Bewertung, politischer Unsicherheit und einem möglichen geldpolitischen Richtungswechsel birgt Gefahren.

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist die US-Notenbank. Obwohl der Markt auf Zinssenkungen hofft, ist die Inflation noch nicht nachhaltig bezwungen. Sollte sich die Teuerung erneut beschleunigen, könnte die Fed gezwungen sein, gegenzusteuern, was negative Folgen für das Bewertungsniveau hätte.

Für Anleger stellt sich die Frage, ob sie ihre Positionen halten, reduzieren oder absichern sollten. Viele Fondsmanager sind derzeit noch voll investiert, da sie keinen kurzfristigen Auslöser für einen Kursrutsch sehen. Doch Ludtka warnt: Irrationaler Überschwang ist meist retrospektiv erkennbar – wenn es zu spät ist.


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US-Börsen: Überbewertung und Parallelen zur Dotcom-Blase
US-Börsen: Überbewertung und Parallelen zur Dotcom-Blase (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)



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