PHILIPPINEN / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Entscheidung der US-Armee, auf eine Live-Feuerübung des Typhon-Raketensystems auf den Philippinen zu verzichten, hat in der Region für Aufsehen gesorgt. Diese Entscheidung fällt in eine Zeit erhöhter Spannungen mit China, das die Präsenz des Systems kritisch sieht.
Die US-Armee hat beschlossen, das Typhon-Raketensystem während der diesjährigen Militärübungen auf den Philippinen nicht live zu testen. Diese Entscheidung wurde von Generalmajor Jeffrey VanAntwerp, dem stellvertretenden Stabschef für Operationen, Pläne und Ausbildung der US-Armee im Pazifik, bekannt gegeben. Das Typhon-System, das als entscheidend für die Strategie der US-Armee im Indo-Pazifik gilt, wurde erstmals im Rahmen der Salaknib-Übung auf die Philippinen gebracht. Seitdem ist das System im Land stationiert, was zu Spannungen mit China geführt hat, das die Stationierung als destabilisierend betrachtet. Die genauen Pläne für die zukünftige Stationierung des Systems sind noch unklar, und die Armee hat sich dazu nicht näher geäußert. Das von Lockheed Martin entwickelte System kann Ziele in einer Entfernung von 500 bis 2.000 Kilometern treffen und ist in der Lage, Schiffe zu versenken und Landziele zu treffen. Es besteht aus einem vertikalen Startsystem, das die Standard Missile-6 und Tomahawk-Raketen der Marine nutzt. Die Mobilität und Überlebensfähigkeit des Systems machen es zu einem wertvollen Bestandteil der US-Militärstrategie. Während der diesjährigen Salaknib- und Balikatan-Übungen plant die philippinische Marine den Einsatz anderer Raketensysteme, jedoch nicht des teureren Brahmos-Systems. Die Präsenz des Typhon-Systems hat das Interesse anderer Länder im Pazifik geweckt, die ebenfalls an einer Stationierung interessiert sind. Die Armee sieht in der Verlegung des Systems eine logistische Herausforderung, da die Kosten für den Transport erheblich sind. Die 3. Multi-Domain Task Force der Armee, die in Hawaii stationiert ist, wird bald eine eigene Typhon-Batterie erhalten, was die Einsatzmöglichkeiten im Pazifik weiter stärken soll. Die Armee plant, das System im Rahmen von Operation Pathways, einer Reihe von Übungen zur Stärkung der Zusammenarbeit mit regionalen Verbündeten, einzusetzen.
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