MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Der jüngste Anstieg der US-Benzinbestände hat den Ölmarkt in Aufruhr versetzt und zu einem Rückgang der Ölpreise geführt. Diese Entwicklung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Markt ohnehin von geopolitischen Unsicherheiten und möglichen Produktionsanpassungen der OPEC+ geprägt ist.
Der unerwartete Anstieg der Benzinbestände in den USA hat die Ölpreise unter Druck gesetzt und Bedenken hinsichtlich der Nachfrageentwicklung geweckt. Diese Entwicklung ist besonders bemerkenswert, da sie im Vorfeld des Thanksgiving-Festes auftritt, einer Zeit, in der traditionell mit einem erhöhten Benzinverbrauch gerechnet wird. Der Preis für Brent-Rohöl fiel um 0,1% auf 72,79 USD pro Barrel, während der Preis für West Texas Intermediate auf 68,71 USD pro Barrel sank.
Die US-Energieinformationsbehörde berichtete, dass die Benzinbestände in der Woche bis zum 22. November um 3,3 Millionen Barrel gestiegen sind, entgegen der Erwartung eines Rückgangs um 46.000 Barrel. Diese Diskrepanz hat Analysten überrascht, die mit einem Abbau der Bestände aufgrund der bevorstehenden Reiseaktivitäten gerechnet hatten.
Der Ölmarkt bleibt volatil, nicht zuletzt aufgrund der geopolitischen Unsicherheiten und der möglichen Produktionsanpassungen durch die OPEC+. Das Konsortium, das Russland und weitere Verbündete einschließt, erwägt eine Verzögerung der für Januar geplanten Produktionssteigerung. Diese Unsicherheiten tragen zur Nervosität auf dem Markt bei.
Zusätzlicher Druck auf die Ölpreise kam durch die Waffenruhe zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Gruppe zustande. Diese Vereinbarung hat Ängste vor möglichen Unterbrechungen der Öllieferungen aus der erdölreichen Nahostregion gemindert, auch wenn die geopolitische Lage weiterhin ungewiss bleibt.
Analysten von Goldman Sachs und Morgan Stanley haben auf mögliche Risiken durch neue Sanktionen der Trump-Administration gegen den Iran hingewiesen. Diese könnten den Ölmarkt zusätzlich belasten und zu weiteren Preisschwankungen führen.
Insgesamt bleibt der Markt von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst, die sowohl die Angebots- als auch die Nachfrageseite betreffen. Die kommenden Wochen könnten entscheidend dafür sein, wie sich die Ölpreise weiterentwickeln, insbesondere im Hinblick auf die Entscheidungen der OPEC+ und die geopolitischen Entwicklungen.
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