KAUA’I / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Pläne des US-Militärs, das Johnston-Atoll als Testgelände für Raketenlandungen zu nutzen, stoßen auf erheblichen Widerstand von Umweltschützern und kulturellen Interessenvertretern. Diese abgelegene und ökologisch wertvolle Region im Pazifik steht im Mittelpunkt einer hitzigen Debatte über die Vereinbarkeit von militärischen Zielen und dem Schutz natürlicher und kultureller Ressourcen.
Die Vereinigten Staaten planen, das Johnston-Atoll, eine ökologisch und kulturell bedeutende Region im Pazifik, als Testgelände für Raketenlandungen zu nutzen. Diese Pläne haben zu einer Welle von Protesten geführt, insbesondere von Umweltschützern und kulturellen Interessenvertretern, die die potenziellen negativen Auswirkungen auf die empfindlichen Ökosysteme und das kulturelle Erbe der Region befürchten.
Das US-Militär, vertreten durch das Verteidigungsministerium, die Luftwaffe und die Space Force, hat angekündigt, zwei Landeplätze auf Johnston Island zu errichten. Diese sollen im Rahmen des Rocket Cargo Vanguard-Programms der Space Force genutzt werden, um wiederverwendbare Raketen zu testen, die Fracht zwischen verschiedenen Orten auf der Erde transportieren können. Ziel ist es, die militärische Logistik zu revolutionieren, indem Material in wenigen Stunden weltweit transportiert werden kann.
Die Pläne sehen vor, dass jährlich zehn Raketenlandungen über einen Zeitraum von vier Jahren durchgeführt werden. Diese Initiative wird von einer Partnerschaft mit Elon Musks SpaceX und der Exploration Architecture Corporation unterstützt, um die Möglichkeiten des schnellen Raumtransports zu erkunden. Doch die bisherige Erfolgsbilanz von SpaceX mit Raketenstarts ist gemischt, da von acht Starship-Starts vier fehlgeschlagen sind, was zu Explosionen und Trümmern führte.
Die Pacific Islands Heritage Coalition, eine Gruppe von Wissenschaftlern, kulturellen Praktikern und Gemeindeleitern, äußert große Bedenken hinsichtlich der Risiken von Fehlstarts, die zu Kontamination, Lärmverschmutzung und anderen negativen Auswirkungen auf das empfindliche marine Ökosystem führen könnten. Das Johnston-Atoll ist Teil eines National Wildlife Refuge und des Pacific Remote Islands Marine National Monument, was seinen Schutzstatus unterstreicht.
Die militärische Nutzung des Atolls hat in der Vergangenheit bereits zu erheblichen Umweltschäden geführt. In den frühen Jahren diente es als Marinestützpunkt und Testgelände für nukleare und biologische Waffen. Mehr als zwei Millionen Gallonen Agent Orange, ein chemisches Herbizid, das während des Vietnamkriegs eingesetzt wurde, kontaminierten das Atoll und die Lagune über mehrere Jahre hinweg.
Dr. Alan Friedlander, ein Meeresökologe mit Sitz in Hawai’i, betont, dass sich die Tierwelt seit dem Rückzug des Militärs erholt hat, warnt jedoch davor, dass dies nicht garantiert sei, wenn die Raketenlandungen beginnen. Dr. Richard Pyle vom Bernice Pauahi Bishop Museum hebt die Bedeutung des Atolls als einzigartiges Naturlabor hervor, das Einblicke in die Verteilung von Meeresarten im Pazifik bietet.
Die Pläne des Militärs stehen im Widerspruch zu den Bemühungen, diese Region als ökologischen und kulturellen Schatz zu bewahren. Die Pacific Islands Heritage Coalition hat eine Petition gestartet, um die Raketenlandungen zu stoppen und fordert eine umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung sowie die Prüfung alternativer Standorte, die keine kritischen Lebensräume gefährden.
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