CAPE CANAVERAL / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) –
Die United Launch Alliance (ULA) steht vor einer doppelten Herausforderung: Während sie die Anomalie eines Vulcan-Boosters untersucht, widmet sie sich auch den Problemen mit den Nutzlastverkleidungen ihrer Atlas V-Raketen. Diese Probleme wurden erstmals im September 2023 öffentlich, als ein Video von einem Atlas V-Start versehentlich Materialabfälle von der Nutzlastverkleidung zeigte. Diese Verkleidung soll die empfindlichen Satelliten der US Space Force und des National Reconnaissance Office (NRO) schützen.
Die Nutzlastverkleidung ist ein kritisches Element, das die Nutzlast während des Aufstiegs schützt. Bei der Atlas V-Mission im September 2023 wurden jedoch Bruchstücke der Verkleidung beobachtet, die möglicherweise die Satelliten gefährden könnten. Diese Satelliten sind Teil des Silent Barker-Programms, das geosynchrone Umlaufbahnen nutzt, um potenzielle Bedrohungen für militärische und nachrichtendienstliche Satelliten zu überwachen.
ULA hat bestätigt, dass ähnliche Probleme bei mindestens einer weiteren geheimen Atlas V-Mission aufgetreten sind. Trotz dieser Beobachtungen wurden alle Atlas V-Flüge als erfolgreich deklariert. Die Space Force und das NRO haben bisher keine Schäden an den transportierten Satelliten gemeldet. ULA arbeitet eng mit seinen Kunden und Lieferanten zusammen, um die Ursachen der Verkleidungsprobleme zu ermitteln und zukünftige Starts zu verbessern.
Parallel dazu bereitet sich ULA auf den ersten operativen Flug der Vulcan-Rakete vor. Bei einem Testflug im Oktober 2023 fiel die Düse eines der Feststoffbooster ab, was jedoch die Mission nicht gefährdete. Die Haupttriebwerke der Vulcan kompensierten den asymmetrischen Schub, und die Rakete erreichte erfolgreich ihre geplante Flugbahn.
Die Vulcan-Rakete, die die Atlas V ersetzen soll, hat bereits zwei erfolgreiche Testflüge absolviert, bei denen keine Probleme mit der Nutzlastverkleidung auftraten. Beide Raketen verwenden ähnliche Verbundverkleidungen, die von Beyond Gravity, der Raumfahrtsparte des Schweizer Unternehmens RUAG, hergestellt werden. Diese Verkleidungen werden in der Nähe von ULAs Raketenfabrik in Decatur, Alabama, produziert.
Die Space Force erwägt, die Vulcan-Rakete für nationale Sicherheitsmissionen zu zertifizieren, auch wenn noch technische Fragen offen sind. Die Ingenieure analysieren weiterhin die Daten der Booster-Anomalie, um sicherzustellen, dass die Nutzlastverkleidung für den bevorstehenden Start bereit ist. Die Entscheidung, die Vulcan trotz der offenen Fragen zu zertifizieren, zeigt das Vertrauen in die Fähigkeit der Rakete, technische Probleme zu überwinden.
Die Entwicklungen bei ULA sind von großer Bedeutung für die Raumfahrtindustrie, da sie die Zuverlässigkeit und Sicherheit von Raketenstarts für nationale Sicherheitsmissionen betreffen. Die Zusammenarbeit mit der Space Force und anderen Partnern ist entscheidend, um die Herausforderungen zu meistern und die nächste Generation von Trägerraketen erfolgreich zu etablieren.
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