WASHINGTON / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Während die USA unter der Führung von Donald Trump neue Strafzölle gegen China und Europa verhängen, bleiben Kanada und Mexiko vorerst verschont. Doch diese Entscheidung ist weniger ein Zeichen der Entspannung als vielmehr ein strategisches Kalkül, das weit über den reinen Handel hinausgeht.
Die jüngsten Zollerhebungen der USA unter Donald Trump sind mehr als nur wirtschaftliche Maßnahmen; sie sind ein geopolitisches Signal. Während China und die Europäische Union mit erheblichen Zöllen belegt werden, bleiben Kanada und Mexiko auffällig unberührt. Doch dieser Eindruck täuscht, denn die bestehenden 25-Prozent-Zölle auf bestimmte Produkte aus diesen Ländern bleiben bestehen. Diese selektive Zollpolitik ist ein bewusstes Signal an die Nachbarn der USA: Ihr seid nicht vergessen, sondern strategisch wichtig.
Die Ankündigung der neuen Zölle fiel auf den sogenannten „Liberation Day“ im Weißen Haus, ein bewusst gewählter Zeitpunkt, der die Bedeutung der Maßnahme unterstreicht. Kanada und Mexiko, die durch das USMCA-Abkommen eng mit den USA verbunden sind, werden als Verhandlungspfand betrachtet. Die Trump-Administration hält sich die Option offen, auch USMCA-konforme Produkte künftig zu belegen, was das Handelsabkommen zu einer flexiblen Verhandlungsmasse degradiert.
Offiziell begründet das Weiße Haus die Ausnahmen mit Sicherheitsbedenken. Kanada und Mexiko würden nicht genug gegen illegale Migration und den Drogenschmuggel unternehmen. Diese Argumentation erinnert an Trumps erste Amtszeit, in der Handelspolitik regelmäßig als Hebel zur Durchsetzung innenpolitischer Ziele genutzt wurde. Mexiko, dessen Handelsvolumen mit den USA 2024 fast eine Billion US-Dollar betrug, reagiert zunehmend genervt auf diese Maßnahmen.
Die wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen den USA, Kanada und Mexiko sind tief. Über 80 Prozent der mexikanischen Exporte gehen in die USA, bei Kanada liegt der Anteil ebenfalls bei rund drei Vierteln. Diese enge wirtschaftliche Verbindung macht die Länder zu strategischen Partnern, aber auch zu potenziellen Faustpfändern in Trumps Handelsstrategie. Die Ausnahmeregelung für USMCA-konforme Produkte ist daher nur temporär, die Drohung weiterer Zölle bleibt bestehen.
Die wirtschaftlichen Folgen eines möglichen Zerfalls des nordamerikanischen Handelsraums wären gewaltig. Besonders mittelständische Unternehmen, die in grenzüberschreitenden Lieferketten arbeiten, wären betroffen. Doch Trump denkt in Deals, nicht in Regeln. Handelsabkommen sind für ihn Werkzeuge, nicht Werte. Sollte sich ein taktischer Vorteil ergeben, könnte der nächste Zollschlag nur eine Frage der Gelegenheit sein.
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