MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die europäische Automobilindustrie steht erneut unter Druck, nachdem US-Präsident Donald Trump zusätzliche Zölle auf Autoimporte angekündigt hat. Diese Entscheidung hat die Aktienmärkte in Europa belastet, insbesondere die deutschen Autobauer, die stark von Exporten in die USA abhängen.
Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, zusätzliche Zölle von 25 Prozent auf Autoimporte zu erheben, hat die europäischen Aktienmärkte am Donnerstag negativ beeinflusst. Besonders betroffen sind die deutschen Automobilhersteller, die traditionell stark auf den Export in die USA angewiesen sind. Der DAX, der stark von Automobilwerten geprägt ist, verlor 0,7 Prozent und schloss bei 22.679 Punkten. Auch der Euro-Stoxx-50 fiel um 0,6 Prozent auf 5.381 Punkte.
Die Zollpolitik von Trump, die am 2. April in Kraft treten soll, hat weltweit für Unsicherheit gesorgt. Während General Motors in den USA aufgrund ihrer Produktionsstätten in Mexiko ebenfalls Verluste hinnehmen musste, konnte Tesla an der Wall Street zulegen, da das Unternehmen überwiegend in den USA produziert. In Europa verzeichnete der Autosektor einen Rückgang von 1,1 Prozent, wobei Stellantis in Paris aufgrund ihrer zahlreichen US-Töchter um 4,3 Prozent fiel.
Die deutschen Autobauer wie Porsche, BMW und Mercedes-Benz mussten ebenfalls Verluste hinnehmen. Porsche erholte sich erst spät und schloss mit einem Minus von 2,6 Prozent. BMW und Mercedes-Benz verloren zwischen 2,4 und 2,7 Prozent. VW verzeichnete einen Rückgang von 1,5 Prozent. Ferrari hingegen konnte sich dem Trend entziehen und legte um 1,8 Prozent zu, da das Unternehmen seine Jahresprognose trotz der Zölle bestätigte.
Die Analysten von Wedbush haben berechnet, dass die Zölle den Durchschnittspreis für US-Kunden um 5.000 bis 10.000 Dollar erhöhen könnten, was für die Autohersteller einen erheblichen Gegenwind bedeutet. Neben den Automobilwerten geriet auch der Medienkonzern Prosieben unter Druck. Nach enttäuschten Übernahmespekulationen brachen die Aktien um 10,2 Prozent ein.
In anderen Branchen konnten defensive Werte wie Henkel im DAX zulegen, nachdem US-Konkurrent HB Fuller bessere Zahlen vorgelegt hatte. Auch Versorger wie RWE und Eon verzeichneten Kursgewinne. Auf Unternehmensebene gab es gemischte Ergebnisse: SMA Solar fiel nach enttäuschenden Jahreszahlen um 8,9 Prozent, während Ionos nach besseren Ergebnissen um 6,4 Prozent zulegte.
Die europäischen Aktienmärkte stehen vor einer herausfordernden Zeit, da die Unsicherheit durch die Zollpolitik und die Reaktionen der Märkte auf die Ankündigungen von Trump anhalten. Analysten erwarten, dass die kommenden Wochen entscheidend sein werden, um die langfristigen Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft und insbesondere auf die Automobilindustrie zu bewerten.
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