WASHINGTON / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die von Donald Trump angekündigten Zölle auf importierte Fahrzeuge und Teile könnten die US-Autoindustrie vor erhebliche Herausforderungen stellen. Während der ehemalige Präsident argumentiert, dass diese Maßnahmen langfristig Arbeitsplätze in die USA zurückbringen und die Abhängigkeit von ausländischen Lieferketten verringern würden, sind Branchenexperten skeptisch.
Die Ankündigung von Donald Trump, ab April 2025 Zölle in Höhe von 25 Prozent auf alle importierten Fahrzeuge und Teile zu erheben, hat in der Automobilbranche für Aufsehen gesorgt. Trump betont, dass diese Maßnahme die heimische Produktion stärken und Arbeitsplätze in die USA zurückholen soll. Doch die Automobilhersteller sind besorgt über die möglichen Auswirkungen auf ihre Kostenstrukturen und die Preise für Verbraucher.
General Motors (GM) und Ford, zwei der größten US-Autohersteller, stehen vor erheblichen finanziellen Belastungen. Eine Analyse von JPMorgan zeigt, dass GM mit zusätzlichen Kosten von bis zu 14 Milliarden Dollar rechnen muss, was den gesamten globalen Gewinn des Unternehmens gefährden könnte. Diese Schätzung basiert auf dem hohen Anteil importierter Fahrzeuge und Teile, die GM in den USA verkauft.
Ford könnte ebenfalls stark betroffen sein, wenn auch in geringerem Ausmaß. Die geschätzten Kosten von 6 Milliarden Dollar würden etwa 75 Prozent des globalen Gewinns von Ford ausmachen. Der Unterschied zu GM liegt in Fords höherem Anteil an in den USA produzierten Fahrzeugen, was die Auswirkungen der Zölle etwas abmildert.
Die Zölle betreffen nicht nur fertige Fahrzeuge, sondern auch importierte Teile, was die Produktionskosten weiter in die Höhe treibt. Für GM werden Zölle von etwa 10 Milliarden Dollar auf importierte Fahrzeuge und 4 Milliarden Dollar auf Teile erwartet. Bei Ford belaufen sich die Schätzungen auf 2 Milliarden Dollar für Fahrzeuge und 4 Milliarden Dollar für Teile.
Die Automobilhersteller stehen vor der Herausforderung, diese zusätzlichen Kosten entweder selbst zu tragen oder an die Verbraucher weiterzugeben, was zu höheren Preisen führen könnte. Branchenvertreter sind skeptisch, ob Trumps Strategie tatsächlich die gewünschten Effekte erzielen wird, da die Zölle die Wettbewerbsfähigkeit der US-Hersteller beeinträchtigen könnten.
JPMorgan hat als Reaktion auf die Analyse die Kursziele für GM und Ford gesenkt. Trotz der Senkungen bleibt die Empfehlung, die Aktien zu übergewichten, bestehen. Dies zeigt, dass die Analysten weiterhin an das langfristige Potenzial der Unternehmen glauben, auch wenn kurzfristige Herausforderungen bestehen.
Die geplanten Zölle werfen Fragen zur Zukunft der US-Autoindustrie auf. Werden die Hersteller in der Lage sein, ihre Produktionsstrategien anzupassen, um die Auswirkungen der Zölle zu minimieren? Oder wird die Branche gezwungen sein, ihre Geschäftsmodelle grundlegend zu überdenken? Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um die langfristigen Auswirkungen dieser politischen Entscheidungen zu bewerten.
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