WASHINGTON / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Ankündigung umfassender neuer Zölle durch die US-Regierung unter Donald Trump hat die globalen Finanzmärkte in Aufruhr versetzt. Investoren suchen Schutz in sicheren Anlagen wie Gold, Staatsanleihen und dem japanischen Yen, während die Aktienmärkte weltweit unter Druck geraten.
Die jüngste Entscheidung der US-Regierung, unter der Führung von Donald Trump, eine Reihe von Zöllen zu erheben, hat die Finanzmärkte weltweit erschüttert. Diese Zölle, die weit über die Erwartungen hinausgehen, betreffen insbesondere die Technologiebranche, da Produktionszentren in China und Taiwan mit neuen Zöllen von über 30 % konfrontiert sind. Insgesamt sieht sich China nun mit einem schwindelerregenden Zollsatz von 54 % auf seine Exporte in die USA konfrontiert.
Ben Wiltshire, globaler Ratestrategist bei Citi, bemerkte, dass der effektive US-Zollsatz auf alle Importe das höchste Niveau seit über einem Jahrhundert erreicht hat. Die Nasdaq-Futures fielen um 3,3 %, und im nachbörslichen Handel wurden etwa 760 Milliarden Dollar vom Marktwert der führenden Technologieunternehmen, den sogenannten ‘Magnificent Seven’, ausgelöscht. Besonders hart traf es Apple, dessen Aktien um fast 7 % fielen, da iPhones in China produziert werden.
Auch die S&P 500-Futures sanken um 2,7 %, die FTSE-Futures um 1,6 %, während die europäischen Futures fast 2 % verloren. Gold erreichte mit über 3.160 Dollar pro Unze ein Rekordhoch, während Öl, ein Indikator für das globale Wachstum, um mehr als 2 % fiel und die Brent-Futures auf 73,24 Dollar pro Barrel drückte.
In Japan fiel der Nikkei um 2,8 % und erreichte ein Achtmonatstief, wobei fast jedes Indexmitglied Verluste hinnehmen musste. Der breiteste Index für Asien-Pazifik-Aktien außerhalb Japans fiel um mehr als 1 %. Die Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen sanken um 14 Basispunkte auf ein Fünfmonatstief von 4,04 %, da Investoren mit einem langsameren US-Wachstum rechnen und die Wahrscheinlichkeit von Zinssenkungen in den kommenden Monaten steigt.
Jeanette Gerratty, Chefökonomin bei Robertson Stephens in Menlo Park, Kalifornien, erklärte, dass die Zölle viel umfassender und größer seien als erwartet. Trump kündigte einen Basiszoll von 10 % auf Importe aus allen Ländern an, wobei einige Handelspartner, insbesondere in Asien, mit weit höheren Sätzen belegt wurden. Neben Chinas 34 % wurden Japan mit 24 %, Vietnam mit 46 % und Südkorea mit 25 % belastet. Die EU erhielt einen Zollsatz von 20 %.
Chinesische Märkte eröffneten mit dem CSI300-Blue-Chip-Index um 0,24 % niedriger, während der Shanghai Composite Index um 0,1 % fiel. Der Hang Seng Index in Hongkong rutschte um 1,6 % ab. Auch Südkoreas Kospi fiel um 2 %, und der Vietnam-ETF von Van Eck fiel im nachbörslichen Handel um mehr als 8 %. Australische Aktien verloren 2 %. Die Märkte in Taiwan waren aufgrund eines Feiertags geschlossen.
Der chinesische Yuan fiel auf seinen schwächsten Stand seit dem 13. Februar im Onshore-Markt bei 7,3060 pro Dollar, was seinem Offshore-Pendant folgte, das zuvor auf ein Zweimonatstief gefallen war. Trump schloss auch eine Gesetzeslücke, die den Versand von Niedrigwertpaketen aus China ermöglichte, was wahrscheinlich die großen Online-Händler des Landes treffen wird.
Die Ankündigung der Zölle führt zu erheblichen Risiken für den globalen Handel, erklärte Zhiwei Zhang, Chefökonom bei Pinpoint Asset Management in Hongkong. Insbesondere die Lieferketten in Ostasien stehen unter Druck. Der US-Dollar war im Vergleich zu asiatischen Währungen in einem volatilen Währungshandel höher, außer gegenüber dem sicheren Hafen Yen, der auf die starke Seite von 148 Yen pro Dollar stieg.
Handelspartner werden voraussichtlich mit Gegenmaßnahmen reagieren, die zu dramatisch höheren Preisen führen könnten. Wenn die Zollsätze nicht schnell verhandelt werden, werden die Erwartungen an eine Rezession in den USA dramatisch steigen, so der Marktanalyst Tony Sycamore von IG.
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