WASHINGTON / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – In einer überraschenden Wendung der Ereignisse hat der ehemalige US-Präsident Donald Trump Trevor Milton, den Gründer des Elektrofahrzeugherstellers Nikola, begnadigt. Milton war 2022 wegen Irreführung von Investoren verurteilt worden.
Die Nachricht von Trevor Miltons Begnadigung durch Donald Trump hat in der Finanzwelt für Aufsehen gesorgt. Milton, der Gründer von Nikola, wurde 2022 für schuldig befunden, Investoren über den Entwicklungsstand der Technologie seines Unternehmens getäuscht zu haben, um den Aktienkurs zu steigern. Diese Entscheidung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Vertrauen in die Justizbehörden der USA auf einem Tiefpunkt ist, wie Milton selbst in einer Erklärung auf der Plattform X betonte.
Milton, der im Dezember 2023 zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt wurde, hatte sich in der Vergangenheit als umstrittene Figur in der Tech-Branche erwiesen. Nikola, einst mit fast 30 Milliarden US-Dollar bewertet, musste im Februar Insolvenz anmelden, nachdem das Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten geraten war. Die Firma profitierte ursprünglich vom Boom der Special Purpose Acquisition Companies (SPACs), bei dem Unternehmen ohne nennenswerte Einnahmen oder Produkte an die Börse gingen und großes Interesse bei Kleinanlegern weckten.
Die Vorwürfe gegen Milton wurden durch einen Bericht von Hindenburg Research im September 2020 ausgelöst, der Nikola als “komplizierten Betrug” bezeichnete. Während seines Prozesses argumentierten Miltons Anwälte, dass er die Welt anders sehe als die meisten Menschen und baten den Richter, keine Vergleiche mit der verurteilten Theranos-Gründerin Elizabeth Holmes zu ziehen.
Interessanterweise hat Milton in der Vergangenheit etwa zwei Millionen US-Dollar an politische Aktionskomitees gespendet, die Trump im Präsidentschaftswahlkampf 2024 unterstützen. Dies wirft Fragen über die Motive hinter der Begnadigung auf, insbesondere angesichts der Tatsache, dass Trump in seiner Amtszeit bereits mehrere umstrittene Begnadigungen ausgesprochen hat, darunter die von Ross Ulbricht und Devon Archer.
Die Begnadigung Miltons wird von vielen als weiteres Beispiel für die Erosion des Vertrauens in die US-Justiz angesehen. Kritiker argumentieren, dass solche Entscheidungen den Eindruck erwecken, dass finanzielle und politische Verbindungen wichtiger sind als die Integrität des Rechtssystems. Milton plant nun, seine Geschichte in einem Dokumentarfilm mit dem Titel “Conviction or Conspiracy: The Trevor Milton Saga” zu erzählen, der die Kontroversen um seine Person und sein Unternehmen beleuchten soll.
Die Entwicklungen rund um Nikola und Trevor Milton werfen ein Schlaglicht auf die Herausforderungen, denen sich die Elektrofahrzeugbranche gegenübersieht. Während die Technologie weiterhin als zukunftsweisend gilt, zeigen Fälle wie dieser, dass Transparenz und Ehrlichkeit gegenüber Investoren von entscheidender Bedeutung sind, um das Vertrauen in den Markt zu erhalten.
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