NEW YORK / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Tokenisierung realer Vermögenswerte gewinnt zunehmend an Bedeutung, doch entgegen der landläufigen Meinung sind es nicht die regulatorischen Hürden, die die Verbreitung bremsen. Vielmehr fehlt es an spezialisierten Sekundärmärkten für den Handel mit tokenisierten Wertpapieren, wie Aaron Kaplan, Mitbegründer und Co-CEO von Prometheum, betont.
Die Tokenisierung realer Vermögenswerte (RWAs) erlebt ein rasantes Wachstum, doch laut Aaron Kaplan, Mitbegründer und Co-CEO von Prometheum, sind es nicht die regulatorischen Hürden, die die Verbreitung bremsen. Vielmehr fehlt es an spezialisierten Sekundärmärkten für den Handel mit tokenisierten Wertpapieren. In einem Interview betonte Kaplan, dass die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde SEC bereits einen regulierten Weg für die Ausgabe von blockchain-nativen Fonds bietet, die Effizienzvorteile gegenüber traditionellen Emissionen haben.
Kaplan verweist auf die jüngste Aussage von Cathie Wood, CEO von ARK Invest, die auf dem Digital Asset Summit in New York erklärte, dass fehlende regulatorische Klarheit ihr Unternehmen daran hindere, seine Fonds zu tokenisieren. Kaplan widerspricht dieser Ansicht und sieht die eigentliche Herausforderung in der begrenzten Marktinfrastruktur, die den Handel mit tokenisierten Wertpapieren für eine breite Anlegerbasis ermöglicht.
Der Wert tokenisierter RWAs, abgesehen von Stablecoins, ist in den letzten 30 Tagen um fast 8 % auf 19,5 Milliarden US-Dollar gestiegen. Private Kredite und US-Staatsanleihen sind dabei die größten Anwendungsfälle. Diese Vermögenswerte befinden sich derzeit auf einigen wenigen Blockchains, doch es gibt noch keinen vollständig öffentlichen Sekundärmarkt, auf dem institutionelle und private Anleger sie wie traditionelle Wertpapiere handeln können.
Kaplan identifiziert zwei Ansätze zur Entwicklung dieser Plattformen: Zum einen den Aufbau von Märkten für tokenisierte Wertpapiere mithilfe von DeFi-Frameworks, ähnlich wie es Ondo Finance, Ethena Labs und Securitize tun. Zum anderen die Integration von Tokenisierungsprotokollen in bestehende Broker-Plattformen, die unter SEC-registrierten Einheiten operieren und den Bundeswertpapiergesetzen unterliegen.
Viele traditionelle Krypto- und Fintech-Plattformen sind bereits an den Handel mit Kryptowährungen gewöhnt und könnten ihr Angebot auf tokenisierte Wertpapiere ausweiten. Kaplan betont, dass viele dieser Plattformen bereits in eigene Tokenisierungsinitiativen investieren oder Partnerschaften mit Fintech- und Krypto-Unternehmen eingehen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Prometheum versucht, die Infrastruktur-Lücke zu schließen, indem es einen umfassenden Marktplatz für digitale Wertpapier-Assets aufbaut. Das Unternehmen behauptet, dass die auf Prometheum gehandelten Wertpapiere geringere Gebühren, schnellere Abwicklungszeiten und eine höhere Effizienz bieten.
Ein Bereich, in dem die Tokenisierung an Fahrt gewinnt, ist der Immobiliensektor. Luxus- und Gewerbeimmobilien werden in ganz Nordamerika tokenisiert, und es entstehen Sekundärmärkte, die den Handel mit tokenisierten Anteilen ermöglichen. Ein Bericht von Boston Consulting Group aus dem Jahr 2024 bezeichnet die Tokenisierung als einen „spielverändernden“ Anwendungsfall der Blockchain im Finanzwesen, da sie skalierbar ist und nahezu sofortige Transaktionen ermöglicht.
Die Weltwirtschaftsforum hat das Potenzial der Tokenisierung ebenfalls hervorgehoben. Laut einem Artikel von Yuvan Rooz, Mitbegründer und CEO von Digital Asset, könnte die Tokenisierung die Mobilität von Sicherheiten verbessern und die Kapitaleffizienz steigern, was ungenutztes Kapital freisetzen und die Liquidität optimieren könnte.
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