MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Diskussion um den Tiefseebergbau hat eine neue Dimension erreicht, da die Trump-Administration möglicherweise erstmals grünes Licht für die umstrittene Praxis geben könnte.
Die Trump-Administration steht möglicherweise kurz davor, den Weg für den Tiefseebergbau zu ebnen, eine Praxis, die seit Jahren auf internationalen Widerstand stößt. Ein Unternehmen, das sich auf den Abbau von Rohstoffen aus der Tiefsee spezialisiert hat, hat sich an Präsident Donald Trump gewandt, um Unterstützung für seine Pläne zu erhalten. Diese Entwicklung könnte weitreichende Konsequenzen für die Umwelt und die betroffenen Küstengemeinden haben.
Die Metals Company (TMC), ein Unternehmen, das sich auf den Tiefseebergbau konzentriert, hat in der Vergangenheit Schwierigkeiten gehabt, internationale Genehmigungen zu erhalten. Nun sucht es Unterstützung bei der US-Regierung, um seine Pläne voranzutreiben. Die Inselnation Nauru hatte TMC ursprünglich gesponsert, was 2021 zu einem Wettlauf um die Entwicklung von Vorschriften führte, bevor TMC oder andere Unternehmen mit dem Abbau von Mineralien in internationalen Gewässern beginnen konnten.
Wissenschaftler und Umweltschützer sind besorgt über die möglichen Auswirkungen des Tiefseebergbaus auf die empfindlichen Ökosysteme der Ozeane. Die Meeresoberfläche ist besser kartiert als der Meeresboden, und Forscher machen dort immer noch erstaunliche Entdeckungen, die Fragen zu den Auswirkungen des Bergbaus aufwerfen. Die Internationale Meeresbodenbehörde (ISA) arbeitet noch an der Entwicklung von Regeln für den Tiefseebergbau, doch die USA haben das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen nicht ratifiziert.
TMC hat kürzlich bekannt gegeben, dass es Gespräche mit Beamten im Weißen Haus geführt hat und plant, Genehmigungen nach dem bestehenden US-Bergbaugesetz zu beantragen. Laut TMC-CEO Gerard Barron bietet die USA einen stabilen, transparenten und durchsetzbaren regulatorischen Weg. Diese Ankündigung hat bei den ISA-Treffen in Kingston, Jamaika, für Aufsehen gesorgt und Kritik von Gruppen hervorgerufen, die sich gegen den Tiefseebergbau aussprechen.
Emma Wilson von der Deep Sea Conservation Coalition warnt davor, dass TMC eine gefährliche Grenze überschreitet, indem es versucht, internationales Recht zu umgehen. Die Koalition fordert zusammen mit mehr als 30 Ländern ein Verbot oder Moratorium für den Tiefseebergbau, bis Regeln zum Schutz der Umwelt entwickelt sind. Die Forschung zur Tiefsee ist noch nicht abgeschlossen, und es gibt Hinweise auf bisher unbekannte Prozesse, die durch den Bergbau gestört werden könnten.
Einige Studien deuten darauf hin, dass polymetallische Knollen auf dem Meeresboden möglicherweise genug elektrische Ladung erzeugen könnten, um Sauerstoff durch Elektrolyse freizusetzen. Diese Knollen sind genau das, was TMC und andere Unternehmen abbauen möchten, um den wachsenden Bedarf an Batteriematerialien für Elektrofahrzeuge zu decken. TMC behauptet, dass der Tiefseebergbau weniger schädlich sei als der Abbau an Land, doch Umweltschützer bleiben skeptisch.
Die Trump-Administration könnte bald eine Exekutivanordnung unterzeichnen, die den Bergbau in internationalen Gewässern unterstützt, basierend auf der Tatsache, dass die USA das Seerechtsübereinkommen nicht ratifiziert haben. Diese Entwicklung wird von vielen als Rückschlag für die internationale Zusammenarbeit angesehen, da Staaten, Wissenschaftler und indigene Gemeinschaften weiterhin gegen den Tiefseebergbau kämpfen.
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