MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die kontinuierliche Weiterentwicklung von Schadsoftware stellt eine erhebliche Bedrohung für die Cybersicherheit dar. Jüngste Berichte zeigen, dass der Android-Banking-Trojaner TgToxic, auch bekannt als ToxicPanda, mit neuen Anti-Analyse-Funktionen ausgestattet wurde, um Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen und Forscher zu täuschen.
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Die Entdeckung einer aktualisierten Version des Android-Schadprogramms TgToxic verdeutlicht die anhaltenden Bemühungen von Cyberkriminellen, ihre Werkzeuge zu verfeinern und an neue Sicherheitsmaßnahmen anzupassen. Diese Malware, die erstmals 2023 von Trend Micro dokumentiert wurde, ist darauf spezialisiert, Anmeldedaten und Gelder von Krypto-Wallets sowie Bank- und Finanz-Apps zu stehlen. Seit Juli 2022 wird sie vor allem in Taiwan, Thailand und Indonesien beobachtet.
Im November 2024 berichtete ein italienisches Unternehmen zur Betrugsprävention über eine Variante mit erweiterten Datensammelfunktionen, die nun auch in Italien, Portugal, Hongkong, Spanien und Peru aktiv ist. Die Malware wird einem chinesischsprachigen Akteur zugeschrieben und zeigt, wie Bedrohungsakteure auf öffentliche Berichterstattung reagieren, um ihre Schadsoftware zu verbessern.
Die neueste Analyse von Intel 471 zeigt, dass TgToxic über Dropper-APK-Dateien verbreitet wird, wahrscheinlich über SMS-Nachrichten oder Phishing-Websites. Der genaue Verbreitungsmechanismus bleibt jedoch unbekannt. Zu den bemerkenswerten Verbesserungen gehören erweiterte Emulator-Erkennungsfähigkeiten und Aktualisierungen des Mechanismus zur Generierung von Command-and-Control (C2)-URLs, was die Analysebemühungen erschwert.
Die Malware führt eine gründliche Bewertung der Hardware- und Systemfähigkeiten des Geräts durch, um Emulation zu erkennen. Sie untersucht eine Reihe von Geräteeigenschaften wie Marke, Modell, Hersteller und Fingerabdruckwerte, um Abweichungen zu identifizieren, die typisch für emulierte Systeme sind. Eine bedeutende Änderung ist der Wechsel von fest codierten C2-Domains zu gefälschten Profilen in Foren wie dem Atlassian Community Developer Forum, die verschlüsselte Strings enthalten, die auf den tatsächlichen C2-Server verweisen.
Diese Technik bietet mehrere Vorteile, insbesondere die Möglichkeit, C2-Server einfach zu ändern, indem das Benutzerprofil im Forum aktualisiert wird, ohne die Malware selbst aktualisieren zu müssen. Dies verlängert die Betriebsdauer der Malware erheblich, solange die Benutzerprofile in diesen Foren aktiv bleiben.
Weitere Iterationen von TgToxic, die im Dezember 2024 entdeckt wurden, gehen noch einen Schritt weiter und verwenden einen Domain-Generierungsalgorithmus (DGA), um neue Domainnamen für C2-Server zu erstellen. Dies macht die Malware widerstandsfähiger gegen Störungsversuche, da der DGA mehrere Domainnamen erstellen kann, sodass die Angreifer zu einer neuen Domain wechseln können, selbst wenn einige abgeschaltet werden.
Der CEO von Approov, Ted Miracco, betont die Raffinesse von TgToxic als Android-Banking-Trojaner, der fortschrittliche Anti-Analyse-Techniken wie Verschleierung, Payload-Verschlüsselung und Anti-Emulations-Mechanismen einsetzt, um der Erkennung durch Sicherheitstools zu entgehen. Die dynamischen C2-Strategien, wie die Verwendung von Domain-Generierungsalgorithmen, und die Automatisierungsfähigkeiten ermöglichen es der Malware, Benutzeroberflächen zu kapern, Anmeldedaten zu stehlen und unbefugte Transaktionen mit Stealth und Widerstandsfähigkeit gegen Gegenmaßnahmen durchzuführen.
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