PEKING / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Der Wettkampf um die Vorherrschaft im Elektrofahrzeugmarkt hat eine neue Wendung genommen. BYD, der chinesische Gigant der Elektrofahrzeugindustrie, hat kürzlich beeindruckende Umsatzzahlen für das Jahr 2024 veröffentlicht, die Tesla in den Schatten stellen.
Der chinesische Elektrofahrzeughersteller BYD hat mit seinen jüngsten Umsatzzahlen die Aufmerksamkeit der globalen Automobilindustrie auf sich gezogen. Mit einem Jahresumsatz von 777 Milliarden Yuan, was etwa 107 Milliarden US-Dollar entspricht, hat BYD Tesla übertroffen, dessen Umsatz im vergangenen Jahr bei 97,7 Milliarden US-Dollar lag. Diese Entwicklung markiert einen bedeutenden Meilenstein im Wettbewerb zwischen den beiden führenden Unternehmen der Elektrofahrzeugbranche.
BYD konnte zudem einen beeindruckenden Gewinnanstieg von 34 % im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen, was einem Nettogewinn von über 40 Milliarden Yuan oder 5,55 Milliarden US-Dollar entspricht. Obwohl dieser Gewinn unter dem von Tesla mit 7,1 Milliarden US-Dollar liegt, übertraf er dennoch die Erwartungen der Analysten. Diese Zahlen verdeutlichen die dynamische Entwicklung von BYD und die Herausforderungen, denen sich Tesla in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Markt stellen muss.
Ein weiterer bemerkenswerter Aspekt ist der Verkaufserfolg von BYD. Im Januar verkaufte das Unternehmen fast doppelt so viele Elektrofahrzeuge wie Tesla, das einen Rückgang der Verkaufszahlen um 11 % im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete. Bis Anfang Dezember hatte BYD bereits sein Jahresziel übertroffen und über 3,7 Millionen Fahrzeuge verkauft, was das ursprüngliche Ziel von 3,6 Millionen übertraf. Insgesamt verkaufte BYD im Jahr 2024 beeindruckende 4,27 Millionen Elektrofahrzeuge.
Tesla hingegen musste seinen ersten jährlichen Verkaufsrückgang seit über einem Jahrzehnt hinnehmen. Das Unternehmen lieferte 2024 insgesamt 1,79 Millionen Fahrzeuge aus, was einem Rückgang von 1 % im Vergleich zu den 1,81 Millionen Fahrzeugen im Jahr 2023 entspricht. Trotz eines Rekordquartals mit 495.570 ausgelieferten Fahrzeugen im vierten Quartal konnte Tesla den Rückgang nicht verhindern.
Ein weiterer technologischer Fortschritt von BYD könnte Tesla zusätzlich unter Druck setzen. Das Unternehmen hat kürzlich ultraschnelle 1.000 kW-Ladegeräte vorgestellt, die in der Lage sind, in nur fünf Minuten fast 250 Meilen Reichweite zu einem Elektrofahrzeug hinzuzufügen. Dies ist viermal so leistungsstark wie Teslas aktuelle 250 kW-Ladegeräte, die in 15 Minuten 200 Meilen Reichweite bieten. Tesla plant jedoch, im Laufe des Jahres 500 kW-Ladegeräte einzuführen, um im technologischen Wettlauf nicht zurückzufallen.
Die Herausforderungen für Tesla sind vielfältig. Die aggressiven Kostensenkungsmaßnahmen von CEO Elon Musk haben zu einer Gegenreaktion geführt, die sich in Form von Brandanschlägen, Vandalismus und Boykottaufrufen gegen Tesla-Einrichtungen in den USA und Europa äußert. Diese Entwicklungen haben auch den Aktienkurs von Tesla beeinflusst, der in den letzten drei Monaten um mehr als die Hälfte gefallen ist. Dennoch erholte sich die Aktie am Montag um bis zu 10 %, nachdem Musk eine kurzfristige Mitarbeiterversammlung einberufen hatte.
BYD steht ebenfalls vor Herausforderungen bei der globalen Expansion, insbesondere durch protektionistische Maßnahmen wie Importzölle in Russland, hohe Zölle in den USA und EU-Zölle. Die stellvertretende Geschäftsführerin von BYD, Stella Li, äußerte gegenüber der Sunday Times of London, dass diese Zölle den gegenteiligen Effekt haben und lokale Industrien schwächen könnten. Sie wies auch Vorwürfe zurück, dass BYD von unfairen staatlichen Subventionen profitiere, und kritisierte europäische Automobilhersteller für ihren Innovationsrückstand gegenüber chinesischen Marken.
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