MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Ross Gerber, einst ein glühender Befürworter von Tesla und Elon Musk, hat seine Haltung gegenüber dem Elektroautopionier grundlegend geändert. Seine aktuelle Einschätzung deutet auf erhebliche Herausforderungen für Tesla hin, die zu einem signifikanten Wertverlust der Aktie im Jahr 2025 führen könnten.



Ross Gerber, ein früherer Investor und Befürworter von Tesla, hat seine Meinung zu dem Unternehmen und dessen CEO Elon Musk drastisch revidiert. Nachdem er bereits Mitte 2024 Tesla-Aktien im Wert von etwa 60 Millionen US-Dollar verkauft hatte, sieht er nun eine schwierige Zukunft für den Elektroautobauer voraus. Gerber hat die Tesla-Anteile seines Unternehmens Gerber Kawasaki Wealth & Investment Management im vergangenen Jahr um 31 Prozent reduziert, wie aus Einreichungen bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC hervorgeht. Ende 2024 besaß er noch 262.000 Aktien im Wert von rund 106 Millionen US-Dollar.

Die Tesla-Aktie hat sich im vergangenen Jahr an der NASDAQ um fast 63 Prozent verteuert und erreichte zum Jahresende einen Kurs von 403,84 US-Dollar. Doch für das Jahr 2025 verzeichnete die Aktie bereits einen Rückgang von rund 28 Prozent (Stand: 26. Februar 2025). Gerber prognostiziert, dass dieser Abwärtstrend anhalten könnte, da die Aktie seiner Meinung nach überbewertet ist und Tesla vor Herausforderungen im Bereich des autonomen Fahrens steht.

Gerber kritisiert insbesondere Teslas Abhängigkeit von Kameras für autonomes Fahren, während Konkurrenten wie Waymo auf LIDAR-Sensoren setzen. Dies könnte zu Sicherheitsproblemen führen, warnt er. Zudem sieht er den Wettbewerb und die Verkaufszahlen als problematisch an. Auch das unberechenbare Verhalten von Elon Musk und dessen Fokus auf andere Unternehmen wie SpaceX und xAI könnten Tesla schaden.

Die Wall Street-Analysten sind sich jedoch uneinig. Laut Daten von TipRanks empfehlen 13 von 35 Analysten die Tesla-Aktie zum Kauf, während 12 zum Halten raten und 10 zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 357,68 US-Dollar, was ein Aufwärtspotenzial von rund 23 Prozent bedeuten würde.

Gerber sieht die ehrgeizigen Pläne von Elon Musk, ein autonomes Taxi-Netzwerk in Austin zu etablieren, als unrealistisch an. Er kritisiert auch den hohen Marktwert von Tesla, der mit rund 1,09 Billionen US-Dollar als überbewertet gilt. Trotz dieser Herausforderungen bleibt die Zukunft von Tesla ungewiss, da sowohl technische als auch marktbezogene Faktoren eine Rolle spielen.

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Tesla-Aktie könnte 2025 drastisch an Wert verlieren
Tesla-Aktie könnte 2025 drastisch an Wert verlieren (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)

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