SEOUL / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die südkoreanische Datenschutzbehörde hat vorübergehend den Download der DeepSeek-App gestoppt, um die Datenverarbeitung des chinesischen Unternehmens zu untersuchen.
Die südkoreanische Datenschutzbehörde, die Personal Information Protection Commission (PIPC), hat den Download der DeepSeek-App in Südkorea vorübergehend gestoppt, um die Datenverarbeitungspraktiken des chinesischen Unternehmens zu untersuchen. DeepSeek hat sich bereit erklärt, neue Downloads ab dem 15. Februar auszusetzen und mit der Behörde zusammenzuarbeiten, um den Datenschutz zu verbessern, bevor die App erneut verfügbar gemacht wird. Bestehende Nutzer können die Dienste von DeepSeek weiterhin nutzen, jedoch rät die PIPC zur Vorsicht, bis die Untersuchungsergebnisse vorliegen. Die Kommission plant, die Verarbeitung personenbezogener Daten durch den DeepSeek-Dienst während der Aussetzungszeit genau zu überprüfen, um die Einhaltung der Datenschutzgesetze zu verbessern und Bedenken hinsichtlich des Schutzes der persönlichen Daten der Bürger zu zerstreuen. Der DeepSeek-Chatbot, der ähnlich wie OpenAIs ChatGPT funktioniert, wurde am 27. Januar eingeführt und löste sofort Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit aus. Regulierungsbehörden und Datenschutzexperten warnten vor möglichen nationalen Sicherheitsrisiken. Die PIPC erklärte, dass sie nach dem Start des Chatbots eine Analyse begann und eine Anfrage an das Unternehmen sendete, um Informationen darüber zu erhalten, wie es personenbezogene Daten sammelt und verarbeitet. Die Untersuchung wird auch Vor-Ort-Inspektionen umfassen, um die Einhaltung der südkoreanischen Datenschutzgesetze zu bestätigen und zu untersuchen, wie DeepSeek die Daten bestehender Nutzer speichert und verarbeitet. Die Behörde wird auch Verbesserungen vorschlagen, damit DeepSeek die Anforderungen der nationalen Datenschutzgesetze erfüllt und Leitlinien für andere KI-Unternehmen herausgeben, um ähnliche Fälle in Zukunft zu vermeiden. Im vergangenen Jahr führte die PIPC eine Vor-Ort-Inspektion von sechs KI-Unternehmen im Land durch, die etwa fünf Monate dauerte. Diese Inspektion ist auf einen Betreiber beschränkt und soll aufgrund der gesammelten Erfahrungen und des Know-hows schneller ablaufen.
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