ANKARA / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Eine südasiatische Hackergruppe, bekannt als Bitter, hat im November 2024 die türkische Verteidigungsindustrie ins Visier genommen. Dabei wurden zwei C++-basierte Malware-Familien, WmRAT und MiyaRAT, eingesetzt, um sensible Daten zu stehlen und Fernzugriff auf die Systeme zu erlangen.
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Die Hackergruppe Bitter, die seit mindestens 2013 aktiv ist, hat sich auf Cyber-Spionage spezialisiert und richtet ihre Angriffe vorwiegend gegen asiatische Länder. Zu den bisherigen Zielen gehörten unter anderem China, Pakistan, Indien, Saudi-Arabien und Bangladesch. Die Gruppe nutzt eine Vielzahl von Malware, darunter BitterRAT, ArtraDownloader und ZxxZ, um ihre Ziele zu erreichen. In ihrem jüngsten Angriff auf die türkische Verteidigungsindustrie setzten sie die Malware WmRAT und MiyaRAT ein, die über ein komplexes Angriffsschema verbreitet wurden.
Der Angriff begann mit der Verbreitung eines RAR-Archivs, das alternative Datenströme nutzte, um eine LNK-Datei zu liefern. Diese Datei erstellte eine geplante Aufgabe auf dem Zielrechner, um weitere Schadsoftware herunterzuladen. Die Verwendung von alternativen Datenströmen ist eine raffinierte Technik, die es ermöglicht, zusätzliche Daten in eine Datei einzuschleusen, ohne deren Größe oder Erscheinungsbild zu verändern. Dies macht es für Sicherheitslösungen schwieriger, die versteckte Schadsoftware zu erkennen.
Die Malware WmRAT und MiyaRAT sind leistungsfähige Fernzugriffstrojaner, die es den Angreifern ermöglichen, Informationen über das infizierte System zu sammeln, Dateien hoch- oder herunterzuladen, Screenshots zu erstellen und beliebige Befehle auszuführen. MiyaRAT wird dabei gezielt für besonders wertvolle Ziele eingesetzt, was auf die hohe Selektivität der Angriffe hinweist.
Der Angriff auf die türkische Verteidigungsindustrie ist Teil einer größeren Kampagne, die darauf abzielt, Informationen und geistiges Eigentum im Interesse einer südasiatischen Regierung zu sammeln. Die Hackergruppe nutzt dabei geplante Aufgaben, um mit ihren Staging-Domains zu kommunizieren und Backdoors in die Zielorganisationen einzuschleusen.
Die Sicherheitsforscher von Proofpoint, die den Angriff analysiert haben, berichten, dass die Angreifer ein Lockmittel in Form eines Dokuments über öffentliche Infrastrukturprojekte in Madagaskar verwendeten, um die Opfer dazu zu bringen, die infizierte Datei zu öffnen. Diese Art von Social Engineering ist ein gängiges Mittel, um das Vertrauen der Opfer zu gewinnen und sie zur Ausführung der Schadsoftware zu bewegen.
Die Bedrohung durch solche Cyberangriffe ist für Unternehmen und Regierungen weltweit eine ernsthafte Herausforderung. Es ist entscheidend, dass Organisationen ihre Sicherheitsmaßnahmen kontinuierlich verbessern und auf dem neuesten Stand halten, um sich gegen die immer raffinierteren Techniken der Angreifer zu schützen. Die Zusammenarbeit mit Sicherheitsunternehmen und die Schulung der Mitarbeiter in Bezug auf Cyber-Bedrohungen sind wesentliche Schritte, um die Risiken zu minimieren.
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