CERRO CHAJNANTOR / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Nach einer langen und beschwerlichen Reise hat das Fred Young Submillimeter Telescope (FYST) seinen endgültigen Standort auf dem Gipfel des Cerro Chajnantor in der Atacama-Wüste erreicht. Dieses Teleskop, das unter extremen Bedingungen in über 5600 Metern Höhe montiert wird, verspricht, die Erforschung des Universums auf ein neues Niveau zu heben.
Das Fred Young Submillimeter Telescope (FYST) hat nach einer aufwendigen Reise seinen Bestimmungsort auf dem Cerro Chajnantor in der chilenischen Atacama-Wüste erreicht. Diese Region ist bekannt für ihre außergewöhnlichen Bedingungen für astronomische Beobachtungen, da sie als einer der trockensten Orte der Erde gilt. Das Teleskop, das ursprünglich unter dem Namen Cerro Chajnantor Atacama Telescope (CCAT) entwickelt wurde, wird in einer Höhe von über 5600 Metern montiert, um die bestmöglichen Beobachtungsbedingungen zu gewährleisten.
Die Ankunft der ersten Hauptkomponente des Teleskops markiert einen bedeutenden Meilenstein für das internationale Konsortium, das hinter diesem Projekt steht. Zu den Mitgliedern gehören renommierte Institutionen wie die Universität zu Köln, die Universität Bonn und das Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching. Der Transport der Einzelteile erfolgte über eine Strecke von etwa 450 Kilometern bis zum Fuß des Berges, bevor sie zum Gipfel gebracht wurden.
Das FYST wird als eines der leistungsstärksten Teleskope seiner Art beschrieben, insbesondere in Bezug auf die Geschwindigkeit der Bildgebung und die Empfindlichkeit. Es ist darauf ausgelegt, die Entstehung von Sternen und Galaxien von der frühen kosmischen Dämmerung bis zum kosmischen Mittag detailliert darzustellen. Darüber hinaus wird es Einblicke in die kosmologische Inflation und Gravitationswellen seit dem Urknall geben.
Ein zentrales Merkmal des FYST ist sein neuartiges optisches Design, das Aufnahmen mit hohem Durchsatz und großem Sichtfeld ermöglicht. Dies erlaubt eine schnelle und effiziente Kartierung des Himmels. Die Strahlung wird von zwei einzigartigen Weitwinkelkameras, CHAI und PrimeCam, empfangen, die als die Augen des Teleskops fungieren.
Die Montage des Teleskops in dieser extremen Höhe stellt eine erhebliche Herausforderung dar. Die Monteure müssen speziell geschult werden, um in dieser Höhe arbeiten zu können, und dürfen nicht länger als 13 Tage am Stück dort arbeiten. Für jeden Arbeitstag in dieser Höhe ist ein Ruhetag unterhalb von 2700 Metern erforderlich, um die Gesundheit der Arbeiter zu gewährleisten.
Das Projekt wird von einem Konsortium geleitet, dem unter anderem die Cornell University in den USA und ein kanadisches Universitätskonsortium unter der Leitung der Universität Waterloo angehören. Das Teleskop wurde in Deutschland gebaut und dort erstmals getestet, bevor es seine Reise nach Chile antrat.
Mit dem geplanten Beginn der wissenschaftlichen Beobachtungen im April 2026 wird das FYST einen bedeutenden Beitrag zur Erforschung des Universums leisten. Es wird erwartet, dass es neue Erkenntnisse über die Entstehung von Sternen und Galaxien sowie über die physikalischen Prozesse, die das Universum formen, liefern wird.
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