KÖLN / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Situation bei Ford in Köln spitzt sich zu, da die IG Metall die Belegschaft zu einem Streik aufgerufen hat. Der Konflikt um Abfindungen und den Schutz vor einer möglichen Insolvenz hat eine neue Eskalationsstufe erreicht.
Die Belegschaft des Ford-Werks in Köln-Niehl steht vor einer entscheidenden Phase, da die Gewerkschaft IG Metall zu einem Streik aufgerufen hat. Der Hintergrund ist ein anhaltender Streit über geplante Personalabbauten und die Forderung nach höheren Abfindungen sowie einem Insolvenzschutz. Diese Forderungen wurden vom Management bisher abgelehnt, was die Gewerkschaft zu Arbeitsniederlegungen veranlasst hat.
Die Streiks, die von Dienstagabend bis Donnerstag geplant sind, betreffen alle Schichten und sollen die Geschlossenheit der Belegschaft hinter den Forderungen der IG Metall demonstrieren. Die Gewerkschaft fordert ein nachhaltiges Zukunftskonzept für die Kölner Standorte und den Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze. Ein zentrales Anliegen ist der Insolvenzschutz, den die IG Metall von der Ford Motor Company als Mutterkonzern verlangt.
Die Kündigung der Patronatserklärung, einer Art Bürgschaft, die der US-Mutterkonzern seiner defizitären Deutschlandtochter gewährt hatte, hat das Vertrauen der Mitarbeiter in das Unternehmen erschüttert. Diese Erklärung wurde kürzlich beendet, was eine mögliche Insolvenz der Deutschlandtochter in den Raum stellt. Trotz einer Finanzspritze zur Abtragung des Schuldenbergs bleibt die Unsicherheit bestehen.
Das Management von Ford betont, dass man weiterhin auf die Deutschlandtochter setze und verweist auf die Bereitstellung von Hunderten Millionen Euro für einen neuen Geschäftsplan. Der Wegfall der Patronatserklärung wird als Schritt zur Normalität und nicht als Zeichen mangelnden Engagements in Europa dargestellt. Dennoch bleibt die Sorge um die Arbeitsplatzsicherheit bestehen, da betriebsbedingte Kündigungen zwar bis 2032 ausgeschlossen sind, im Falle einer Insolvenz jedoch nicht ausgeschlossen werden können.
Ford hat im vergangenen Jahr zwei in Köln hergestellte Elektro-Geländewagen auf den Markt gebracht, deren Verkauf jedoch hinter den Erwartungen zurückblieb. Ein Sprecher von Ford Deutschland äußerte Verständnis für das Recht der Belegschaft auf Warnstreiks und betonte die Bereitschaft, gemeinsam mit den Sozialpartnern schnellstmöglich ausgewogene und faire Lösungen zu finden.
Ein Teil der Belegschaft ist bis Mai an bestimmten Tagen in Kurzarbeit, was jedoch während der Warnstreik-Zeit nicht der Fall ist. Insgesamt hat Ford in Köln noch etwa 11.500 Beschäftigte, nachdem das Unternehmen bereits eine Schrumpfung von knapp 20.000 Beschäftigten im Jahr 2018 hinter sich hat.
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