STÜHLINGEN / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Der Dämmspezialist Sto hat seine Dividende für das vergangene Geschäftsjahr überraschend gekürzt. Dies ist eine Reaktion auf die anhaltend schwierigen Marktbedingungen, die das Unternehmen dazu veranlasst haben, auch seine Mittelfristziele vorerst auf Eis zu legen.
Der Dämmspezialist Sto hat für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Kürzung der Dividende angekündigt. Aktionäre sollen je Vorzugsaktie insgesamt 3,31 Euro erhalten, was einen deutlichen Rückgang im Vergleich zu den 5 Euro des Vorjahres darstellt. Diese Entscheidung spiegelt die Herausforderungen wider, mit denen das Unternehmen im aktuellen Marktumfeld konfrontiert ist.
Sto hat zudem beschlossen, vorerst keine neuen Mittelfristziele zu formulieren. Diese Entscheidung folgt auf die bereits im vergangenen Jahr erfolgte Rücknahme der Ziele für 2025 und 2027. Das Unternehmen begründet diesen Schritt mit den volatilen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen, die die Baubranche derzeit belasten.
Die Aktien von Sto reagierten auf die Ankündigung mit einem Kursrückgang von rund 1,5 Prozent. Trotz dieser kurzfristigen Verluste haben sich die Papiere im laufenden Jahr um mehr als ein Viertel erholt. Langfristig betrachtet bleibt die Bilanz jedoch verhalten, mit einem Kursverlust von über einem Drittel in den letzten drei Jahren.
Die schwache Baukonjunktur stellt für Sto seit geraumer Zeit eine Herausforderung dar. Das Unternehmen hat seine Umsatzprognosen für 2024 mehrfach nach unten korrigiert. Aktuell wird ein Rückgang auf 1,6 Milliarden Euro erwartet, nachdem im Vorjahr noch 1,72 Milliarden Euro erzielt wurden. Auch das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) wird voraussichtlich deutlich niedriger ausfallen.
Zusätzlich zu den globalen wirtschaftlichen Unsicherheiten sieht sich Sto mit spezifischen Herausforderungen in wichtigen Märkten konfrontiert. Die Immobilienkrise in China sowie Einschränkungen bei der öffentlichen Förderung energetischer Maßnahmen in Italien und Frankreich belasten das Geschäft. Zudem bleibt das Preisniveau in der Beschaffung hoch, was die Margen weiter unter Druck setzt.
Die geopolitischen Unsicherheiten und ungünstige Wetterbedingungen haben die Situation weiter verschärft. Sto plant, seinen Geschäftsbericht für 2024 wie vorgesehen am 30. April zu veröffentlichen, um detaillierte Einblicke in die aktuelle Lage und die zukünftigen Pläne zu geben.
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