MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Raumfahrtindustrie hat das Jahr 2025 mit einem beeindruckenden Start begonnen. Trotz der Turbulenzen auf den öffentlichen Märkten zeigt sich der private Raumfahrtsektor robust, insbesondere im Bereich der Raketenstarts.
Die Raumfahrtindustrie hat im ersten Quartal 2025 einen starken Start hingelegt, trotz der Herausforderungen auf den öffentlichen Märkten. Besonders im Bereich der Raketenstarts zeigt sich der private Sektor robust. Drei US-Startups konnten jeweils mehr als 100 Millionen US-Dollar einsammeln: Stoke, ein Raketen-Startup, sicherte sich 260 Millionen US-Dollar in einer Series-C-Finanzierungsrunde. Loft Orbital, ein Anbieter von Raumfahrt-als-Dienstleistung, erhielt 170 Millionen US-Dollar, und der Satellitenhersteller K2 sammelte 110 Millionen US-Dollar ein.
Ein bemerkenswerter Aspekt ist die Rückkehr der Investitionen in Raketen nach einem langsamen Jahr 2024. Sechs der 14 größten Raumfahrtfinanzierungen im ersten Quartal betrafen Raketenunternehmen, darunter Stoke, Deep Blue, Interstellar Technologies, Orbex, Relativity Space und iSpace. Diese Entwicklung unterstreicht das anhaltende Interesse und Vertrauen der Investoren in die Zukunft der Raumfahrt.
Auch europäische Regierungen beteiligen sich zunehmend an der Finanzierung von Raumfahrtprojekten, was die Öffentlich-Private-Partnerschaft neu definieren könnte. Im ersten Quartal erhielt Sateliot eine Investition von 13,8 Millionen Euro von der spanischen Regierung, während Orbex 20 Millionen Pfund von der britischen Regierung erhielt. Diese Investitionen wurden als Eigenkapitalbeteiligungen strukturiert, was das Engagement der öffentlichen Hand in der Raumfahrtindustrie verdeutlicht.
In den USA gibt es ähnliche Bestrebungen, einen staatlichen Investitionsfonds zu schaffen. Im Februar leitete Präsident Trump Pläne für einen solchen Fonds ein, der es dem US-Steuerzahler ermöglichen könnte, Anteile an Startups zu erwerben. Diese Entwicklungen könnten die Dynamik der Raumfahrtindustrie erheblich beeinflussen.
Die Aktien von Raumfahrtunternehmen, die über SPACs an die Börse gegangen sind, haben nach einem anfänglichen Anstieg nach den Wahlen stark nachgegeben und befinden sich nun tief im Minus. Diese plötzliche Wende folgt den breiteren Trends auf den Technologiemärkten, die von verschiedenen makroökonomischen Gegenwinden beeinflusst werden. Dennoch gibt es auch Gewinner: Die europäische Satellitenkommunikationsindustrie, insbesondere SES und Eutelsat, verzeichnete in diesem Jahr erhebliche Zuwächse, da die EU ihre Verteidigungsbudgets und ihre Strategie zur Beschaffung von Satellitenkonnektivität überdenkt.
Im Bereich der Raketenstarts gab es im ersten Quartal 69 weltweite Startversuche, darunter zwei Premieren: Blue Origins New Glenn und Isar Aerospaces Spectrum. Arianespace startete die Ariane 6 zu ihrem zweiten Flug und ersten kommerziellen Einsatz, was die europäische Startbilanz auf zwei erhöhte. Rocket Lab stellte mit fünf Electron-Starts in Neuseeland einen neuen Unternehmensrekord auf, während SpaceX mit 38 orbitalen Versuchen, darunter 36 Falcon-Missionen und zwei Starship-Starts, erneut die Führung übernahm.
SpaceX setzt seine aggressive Expansion fort, um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden. Die Starlink-Dienste verzeichneten Anfang März über 5 Millionen Kunden, was eine bemerkenswerte Beschleunigung des Wachstums im Jahresvergleich darstellt. Diese Entwicklungen unterstreichen die Dynamik und die Herausforderungen, denen sich die Raumfahrtindustrie gegenüber sieht, während sie sich auf eine vielversprechende Zukunft vorbereitet.
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