BERLIN / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Eine aktuelle Studie des Max Delbrück Centers für Molekulare Medizin in Berlin-Buch hat aufgedeckt, dass soziale Ungleichheit, insbesondere in Form von niedrigem Bildungsstand und geringem Einkommen, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen stärker erhöht als bei Männern.
Die Untersuchung, die auf Daten der NAKO-Gesundheitsstudie basiert, zeigt, dass Frauen mit niedrigerem sozioökonomischen Status ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen tragen. Diese Ergebnisse wurden im Journal of the American Heart Association veröffentlicht und unterstreichen die Bedeutung von Bildung und Einkommen als entscheidende Faktoren für die Gesundheit von Frauen.
Die Forscher analysierten Daten von 204.780 Teilnehmern der NAKO-Gesundheitsstudie, die zwischen 2014 und 2019 gesammelt wurden. Etwa die Hälfte der Teilnehmer waren Frauen, was eine umfassende Analyse der geschlechtsspezifischen Unterschiede ermöglichte. Die Ergebnisse legen nahe, dass soziale Faktoren eine größere Rolle bei der Gesundheit von Frauen spielen als bisher angenommen.
Ein niedriger Bildungsstand und ein geringes Einkommen sind oft mit einem ungesünderen Lebensstil verbunden, der das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht. Frauen in diesen sozioökonomischen Gruppen haben möglicherweise weniger Zugang zu Gesundheitsressourcen und Präventionsmaßnahmen, was das Risiko weiter erhöht.
Die Studie hebt hervor, dass Maßnahmen zur Verbesserung der Bildung und des Einkommens von Frauen nicht nur soziale Gerechtigkeit fördern, sondern auch erhebliche gesundheitliche Vorteile mit sich bringen können. Eine bessere Bildung kann zu einem gesünderen Lebensstil führen, während ein höheres Einkommen den Zugang zu Gesundheitsdiensten verbessert.
Experten betonen, dass die Politik verstärkt auf die Reduzierung sozialer Ungleichheiten abzielen sollte, um die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern. Dies könnte durch gezielte Bildungsprogramme und wirtschaftliche Unterstützung geschehen, die speziell auf Frauen ausgerichtet sind.
In der Zukunft könnten solche Erkenntnisse dazu beitragen, Gesundheitsstrategien zu entwickeln, die spezifisch auf die Bedürfnisse von Frauen zugeschnitten sind. Dies könnte nicht nur die Lebensqualität verbessern, sondern auch die Gesundheitskosten langfristig senken.
Die Ergebnisse der Studie sind ein Weckruf für Entscheidungsträger, die sozialen Determinanten der Gesundheit stärker in den Fokus zu rücken. Eine integrative Gesundheitsstrategie, die Bildung und Einkommen berücksichtigt, könnte entscheidend sein, um die gesundheitlichen Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern zu verringern.
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