MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Eine kurze Pause von der Smartphone-Nutzung kann signifikante Veränderungen in der Gehirnaktivität hervorrufen, wie eine neue Studie zeigt.
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In einer Welt, in der Smartphones allgegenwärtig sind, wird zunehmend erforscht, wie diese Geräte unsere Gehirnfunktion beeinflussen. Eine aktuelle Studie hat gezeigt, dass bereits eine 72-stündige Einschränkung der Smartphone-Nutzung zu messbaren Veränderungen in Gehirnregionen führt, die mit Belohnung und Selbstkontrolle in Verbindung stehen. Diese Erkenntnisse werfen ein neues Licht auf die potenziellen Auswirkungen unserer ständigen Verbindung zu digitalen Geräten.
Smartphones sind aus unserem Alltag kaum mehr wegzudenken und haben sich von nützlichen Werkzeugen zu unverzichtbaren Begleitern entwickelt. Diese intensive Nutzung hat Forscher dazu veranlasst, die möglichen Auswirkungen auf unser Wohlbefinden und die Gehirnfunktion genauer zu untersuchen. Einige Experten ziehen sogar Parallelen zwischen exzessiver Smartphone-Nutzung und Verhaltensweisen, die bei Suchtstörungen beobachtet werden.
Um die Auswirkungen der Smartphone-Nutzung besser zu verstehen, untersuchten Forscher, was im Gehirn passiert, wenn Menschen eine Pause von ihren Geräten einlegen. Sie konzentrierten sich dabei auf die Gehirnreaktionen auf Reize, die mit der Smartphone-Nutzung verbunden sind, und ob diese Veränderungen mit einem Verlangen nach dem Gerät in Verbindung stehen. Diese Erkenntnisse könnten helfen, Parallelen zu anderen Verhaltensweisen zu ziehen, die mit Belohnung und Verlangen verbunden sind, wie etwa Gaming oder Substanzkonsum.
Frühere Studien haben gezeigt, dass Menschen, die Smartphones exzessiv nutzen, Unterschiede in der Gehirnstruktur und -funktion aufweisen. Die neue Studie zielte darauf ab, herauszufinden, ob diese Unterschiede fest sind oder sich durch eine Phase der Smartphone-Einschränkung ändern lassen. Die Forscher rekrutierten 25 junge Erwachsene, die regelmäßig Smartphones nutzen, und führten zwei Gehirnscans im Abstand von 72 Stunden durch.
Nach der ersten Gehirnscan-Sitzung wurden die Teilnehmer gebeten, ihre Smartphone-Nutzung für die nächsten 72 Stunden erheblich einzuschränken. Während dieser Zeit wurden keine signifikanten Veränderungen in der Stimmung oder im Verlangen nach Smartphones festgestellt, jedoch zeigten die Gehirnscans eine erhöhte Aktivität in Bereichen, die mit Belohnung und impulsivem Verhalten in Verbindung stehen. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Gehirn auf Smartphone-Reize nach einer Pause stärker reagiert, selbst wenn die Teilnehmer dies nicht bewusst wahrnehmen.
Interessanterweise zeigte sich nach der Smartphone-Pause eine verringerte Aktivität in Gehirnregionen, die mit Aufmerksamkeit und visueller Verarbeitung verbunden sind, wenn die Teilnehmer Bilder von eingeschalteten Smartphones betrachteten. Dies könnte darauf hindeuten, dass diese Reize nach einer Phase der Einschränkung weniger anziehend oder stimulierend wirken.
Die Forscher fanden auch eine Verbindung zwischen der Aktivität im parietalen Kortex und dem Verlangen nach Smartphones. Diese Region könnte eine Rolle bei der subjektiven Erfahrung des Verlangens spielen. Die beobachteten Veränderungen in der Gehirnaktivität waren mit Systemen im Gehirn verbunden, die Dopamin und Serotonin verwenden, Neurotransmitter, die für Belohnung und Sucht bekannt sind.
Die Studie legt nahe, dass selbst eine kurze Pause von der Smartphone-Nutzung zu Veränderungen in der Gehirnaktivität führen kann, insbesondere in Bereichen, die mit Belohnung und Selbstkontrolle verbunden sind. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass exzessive Smartphone-Nutzung die Gehirnfunktion ähnlich beeinflussen könnte wie andere belohnende Verhaltensweisen. Längere Einschränkungen oder Interventionen könnten notwendig sein, um spürbare psychologische Effekte zu erzielen.
Die Forscher betonen, dass diese Studie nicht darauf abzielt, Smartphones zu verteufeln, sondern deren Auswirkungen auf das Gehirn zu verstehen. Die Technologie bietet viele Vorteile, aber es ist wichtig zu erkennen, wie unsere Gewohnheiten die neuronale Aktivität und das allgemeine Wohlbefinden beeinflussen. Ein ausgewogener und bewusster Umgang mit digitalen Geräten könnte der Schlüssel zu einer gesünderen Beziehung zur Technologie sein.
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