MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – In einer alarmierenden Enthüllung haben Cybersicherheitsforscher 46 kritische Sicherheitslücken in Solarwechselrichtern von Sungrow, Growatt und SMA aufgedeckt. Diese Schwachstellen könnten von Angreifern ausgenutzt werden, um die Kontrolle über die Geräte zu übernehmen oder Code aus der Ferne auszuführen, was erhebliche Risiken für die Stabilität der Stromnetze birgt.
Die Entdeckung dieser Sicherheitslücken, die unter dem Codenamen SUN:DOWN von Forescout Vedere Labs zusammengefasst wurden, wirft ein Schlaglicht auf die potenziellen Gefahren, die von ungesicherten Solarwechselrichtern ausgehen. Diese Geräte, die eine Schlüsselrolle in der Energieerzeugung und -verteilung spielen, könnten von Angreifern manipuliert werden, um die Stromversorgung zu destabilisieren.
Zu den bemerkenswerten Schwachstellen gehört die Möglichkeit, dass Angreifer .aspx-Dateien auf den Webserver von SMA hochladen können, was zu einer Remote-Code-Ausführung führt. Bei Growatt können Angreifer über exponierte Endpunkte Benutzernamen ermitteln und Geräte übernehmen, während bei Sungrow die Android-Anwendung unsichere Verschlüsselungstechniken verwendet, die Abhör- und Entschlüsselungsangriffe ermöglichen.
Die potenziellen Auswirkungen solcher Angriffe sind erheblich. Ein Angreifer, der die Kontrolle über eine große Anzahl von Wechselrichtern erlangt, könnte genug Energie manipulieren, um die Stabilität der Stromnetze zu gefährden. In einem hypothetischen Szenario könnten Angreifer die Konten von Growatt-Nutzern kapern und die Geräte als Botnetz nutzen, um Angriffe zu verstärken und Netzstörungen zu verursachen.
Die betroffenen Hersteller haben nach der verantwortungsvollen Offenlegung der Schwachstellen Maßnahmen ergriffen, um diese zu beheben. Dennoch bleibt das Risiko bestehen, dass ähnliche Schwachstellen in anderen Geräten unentdeckt bleiben. Experten betonen die Notwendigkeit, strenge Sicherheitsanforderungen bei der Beschaffung von Solarausrüstung durchzusetzen und regelmäßige Risikoanalysen durchzuführen.
Diese Enthüllungen kommen zu einer Zeit, in der auch andere Sicherheitslücken in der Betriebstechnologie aufgedeckt wurden, darunter Schwachstellen in Produktionsüberwachungskameras und industriellen Steuerungssystemen. Die zunehmende Vernetzung von Geräten in der Energieerzeugung und -verteilung erfordert eine verstärkte Aufmerksamkeit für Cybersicherheitsmaßnahmen, um die Integrität kritischer Infrastrukturen zu gewährleisten.
Daniel dos Santos, Leiter der Forschung bei Forescout Vedere Labs, betont, dass die Sicherung dieser Systeme entscheidend ist, um die Risiken von Cyberangriffen zu minimieren. Die Implementierung von Sicherheitsprotokollen und die Schulung von Personal sind wesentliche Schritte, um die Widerstandsfähigkeit gegen solche Bedrohungen zu erhöhen.
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